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St.-Antonius-Gymnasium

Kreativwand gestaltet: Kunst statt Praktikum

Lüdinghausen

Auch wenn sie nicht am Praktikum teilgenommen haben, waren sie nicht untätig. Die Schülergruppe der EF hat sich zu dem Thema „Freiheit und wie Mauern uns derer berauben“ Gedanken gemacht und ihren Ideen künstlerisch Ausdruck verliehen.

Von Theresa Große Entrup

Die Schülergruppe aus der Stufe EF des St.-Antonius-Gymnasiums vor der Kreativwand und bei der Arbeit (kleines Bild). Foto: Theresa Große Entrup

Kurz vor Schuljahresende lebten sich einige Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe EF des St.-Antonius-Gymnasiums künstlerisch noch einmal richtig aus. Eigentlich hätten sie in den letzten Wochen vor den Ferien, wie ihre Mitschülerinnen und Mitschüler, im zweiwöchigen Schülerpraktikum einen Einblick in den Berufsalltag bekommen, jedoch hinterließ auch hier die Corona-Pandemie ihre Spuren. Die Praktikumsplatzsuche stellte sich als besonders schwierig heraus, weshalb ein Ersatzprogramm für die Schülerinnen und Schüler organisiert wurde, die keinen Platz gefunden hatten. Die Jugendlichen sollten im Rahmen des Lüdinghauser Mauerstückprojekts zur gemeinsamen Kreativwand beitragen, die das gesamte Projekt abrunden soll. Thematisiert werden Gerechtigkeit, Freiheit und Frieden und inwiefern Mauern uns derer berauben. Das alles vor dem historischen Hintergrund der Berliner Mauer.

Annalena Autering, eine Schülerin der EF, beschrieb, dass besonders jene Mauern im Vordergrund ihrer Projektarbeit stünden, die Menschen selbst in ihren Köpfen errichten und die eingerissen werden müssen.

Das Projekt veranlasste die Schülerinnen und Schüler dazu, sich selbstständig zu organisieren und dabei ihre Teamfähigkeit auszubauen. Denn die Schülergruppe wurde lediglich beaufsichtigt und musste ohne die Hilfe von Lehrerinnen und Lehrern die Gestaltung sowohl planen als auch umsetzen. Durch diese Kombination aus Freiheit und Verantwortung gab das Projekt den Jugendlichen die Chance, sich in der Schule statt im Praktikum als selbstständig zu beweisen. Obwohl viele der Schülerinnen und Schüler gerne an einem Praktikum teilgenommen hätten, um sich für ihren zukünftigen Berufsweg weiter zu orientieren, nahmen sie das Ersatzprogramm als sinnvoll wahr. Die Gruppe habe sich innerhalb der zwei Wochen weiterentwickelt, besonders die Teamfähigkeiten seien durch das Projekt gefördert worden, berichtete Annalena Autering.

Die Schülerinnen und Schüler zeigten sich in ihrer Projektarbeit als kreativ, ideenreich und an der Thematik interessiert, was sich auch in ihrem Projektergebnis widerspiegelt.

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