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Weltweite Aktion „Earth Hour“ am 27. März

„Licht aus, Klimaschutz an!“

Lüdinghausen

Die „Paten der Nacht“ rufen dazu auf, auch in der Steverstadt ein Zeichen für die Umwelt und gegen die Lichtverschmutzung zu setzen. Ab 20.30 heißt es für eine Stunde „Licht aus!“.

wn

Wie hier die Brücke am Steverbetthotel werden nachts viele Bereiche ausgeleuchtet. Für Tier- und Pflanzenwelt ein Problem, wie die „Paten der Nacht“ betonen. Foto: privat

Wie schon in den Vorjahren wird wieder weltweit zur „Earth Hour“ aufgerufen. Dabei wird am Samstag (27. März) von 20.30 bis 21.30 Uhr, als globales Zeichen für den Klimaschutz, möglichst alles künstliche Licht ausgeschaltet, soweit es entbehrlich ist, informiert jetzt die Gruppe „Paten der Nacht“ in einer Pressemitteilung.

Es fänden sich in Städten, Unternehmen und Privathaushalten bestimmt genügend Lampen oder Geräte, auf die man für eine Stunde verzichten könne. Zugleich aber werde ein Signal gesetzt für die notwendigen Maßnahmen gegen die Klimakrise. Denn jeder Interessierte wisse mittlerweile: wenn es nicht gelinge, die Erderwärmung zu bremsen, dann würden die nächsten Generationen Katastrophen erleben, von denen man heute bereits einen Vorgeschmack bekomme:

Nächtliche Beleuchtung schadet Tier- und Pflanzenwelt

Dürren und Überflutungen würden häufiger, Waldsterben fördere große Brände, das Abschmelzen der Gletscher und Polkappen mit Anstieg des Meeresspiegels, dadurch Verlust von Trinkwasser, mögliche Verteilungskämpfe deswegen, Erwärmung der Weltmeere mit Veränderung des Golfstroms, Hunger und Abwanderung von zig Millionen Menschen aus den Krisengebieten.

Die Gruppe „Paten der Nacht“ setzt sich in Lüdinghausen generell dafür ein, das nachts möglichst kein dauerhaftes und grelles blaustichiges Licht im öffentlichen Raum verwendet wird. Beispiele sind Straßen, Parks und Plätze, Denkmäler, Kirchen, Stadtgebäude, aber auch private Häuser und Gärten.

„Wenn es blauweiß und ständig leuchtet, dann vernichtet es Massen von Insekten, die zur Bestäubung nötig sind, verändert den Bio-Rhythmus von Pflanzen, auch im Gewässer, und beeinträchtigt die (Zug-)Vogelwelt“, heißt es weiter im Pressetext. Bei Menschen erzeuge es Probleme im Hormonhaushalt zum Beispiel Schlafstörungen bis hin zu Krebserkrankungen. „Dann doch lieber dabei sein,wenn es am 27. März um 20.30 Uhr für eine Stunde heißt: Licht aus, Klimaschutz an!“, heißt es abschließend.

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