Lüdinghauser und Seppenrader nähen Masken

Maschinen rattern im Akkord

Lüdinghausen

Selbst sind die Steverstädter und Rosendörfler: Allerhand Stoffmasken entstehen derzeit in Heimarbeit – koordiniert von der Initiative „Lüdinghausen hilft“. Die ersten Exemplare sind nun gespendet worden.

wn

Als Schutz vor dem Coronavirus: Katharina und Ribana Berres (v.l.) nähen derzeit jede Menge Masken. Foto: privat

Mehr als 300 Freiwillige engagieren sich inzwischen in der Corona-Nachbarschaftshilfe, schreibt Initiatorin Susanne Franzke in einem Pressebericht. Sie alle machen sich demnach gemeinsam stark, um die aktuelle Krise zu meistern. Und in diesem Zuge habe es jüngst eine große Nähaktion gegeben, heißt es weiter. Aus Stoff fertigten Freiwillige dabei Gesichtsmasken an. Die ersten 100 Exemplare sind jetzt an das Pflegepersonal des St.-Ludgerushauses und an die Nothilfeaktion „Brot und mehr“ der evangelischen Kirche übergeben worden.

Für Hygiene im Alltag

Franzke und Ansgar Mertens aus dem Organisationsteam von „Lüdinghausen hilft“ freut das sehr: „Es ist toll zu sehen, wie groß die Hilfsbereitschaft in unserer Stadt ist. Bei den vielen E-Mails und Anrufen, die wir bekommen, sind Solidarität und Zusammenhalt mehr als spürbar. Umso schöner, dass wir jetzt auch diese Nähaktion starten konnten: Innerhalb kürzester Zeit waren viele Freiwillige gefunden, die jetzt nahezu rund um die Uhr Gesichtsmasken aus Stoffresten nähen.“ Mertens betont allerdings auch: „Die Stoffmasken bieten natürlich keinen medizinischen Schutz, wie die aktuell stark nachgefragten und leider nicht in ausreichender Menge vorhandenen FFP-Masken. Aber selbst anerkannte Virologen sind mittlerweile davon überzeugt, dass beim Tragen von Stoffmasken ein gewisser Schutz für das Gegenüber zum Beispiel vor der Übertragung von Erkältungskrankheiten da ist. Und jeder kleine Beitrag zur Hygiene im Alltag soll im Moment eine Hilfe sein, die Corona-Krise gemeinsam gut zu überstehen.“

Ribana und Katharina Berres

Während der Übergabe der Masken an die Mitarbeiter des St.-Ludgerushauses war auch Ursula Böckmann dabei, die sich nach Bekanntwerden der Aktion sofort bereiterklärt hat, ehrenamtlich mitzunähen: „Meine Mutter war selbst lange im Pflegeheim und deshalb ist es mir wichtig, diese gute Initiative zu unterstützen. Ich mache das gerne.“ Hausleiterin Anja Tembaak nahm die Masken dankend in Empfang.

Nicht nur bei Böckmann, sondern auch in vielen anderen Lüdinghauser und Seppenrader Wohnzimmern laufen zur Zeit die Nähmaschinen heiß, berichten Franzke und Mertens. So wie bei den Schwestern Ribana und Katharina Berres und ihren Familien: „Bei uns machen alle mit, auch unsere Kinder. Das ist für uns eine willkommene Abwechslung – gerade weil wir ja jetzt alle oft zu Hause sind.“

Masken für „Brot und mehr“

Die Berres sind sogar von Anfang an mit dabei und haben die Gesichtsmasken für die Aktion „Brot und mehr“, die sich insbesondere an Kunden der Tafel richtet, dessen Team aktuell jedoch keine Lebensmittel mehr ausgeben darf, genäht: „Das war uns ein besonderes Anliegen, weil hier innerhalb kürzester Zeit gehandelt werden musste. Es war für uns zwar etwas stressig, aber wir sind rechtzeitig fertig geworden und konnten die Masken übergeben.“

Wer sich an der Nähaktion von „Lüdinghausen hilft“ beteiligen möchte, kann sich über die Hotline der Nachbarschaftshilfe unter Telefon 08 00/6 26 08 00, auf www.lüdinghausen-hilft.de und auch über die Facebook-Gruppe „Lüdinghausen näht Gesichtsmasken“ jederzeit melden. Ebenso werden Stoffspenden, Nähgarn sowie Bastel- und Gummiband entgegengenommen.

Startseite