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Professor präsentiert Wohnungsmarktprognose

Mehr Mehrfamilienhäuser

Lüdinghausen

Keine weiteren Neubaugebiete, dafür mehr Mehrfamilienhäuser inklusive öffentlich gefördertem Wohnraum – das schlägt Professor Dr. Günter Vornholz dem Lüdinghauser Bürgermeister und den Kommunalpolitikern für ihre künftige Städteplanung vor. Der Experte für Immobilienökonomie leitet seine Handlungsempfehlungen aus aktuellen Statistiken ab.

-awi-

Professor Dr. Günter Vornholz stellte dem Ausschuss für Bauen, Planen und Stadtentwicklung eine aktualisierte Wohnungsmarktprognose vor. Foto: privat

Das sind klare Handlungsempfehlungen: keine weiteren Neubaugebiete, dafür mehr Mehrfamilienhäuser inklusive öffentlich gefördertem Wohnraum. Professor Dr. Günter Vornholz stellte dem Ausschuss für Bauen, Planen und Stadtentwicklung am Donnerstagabend eine aktualisierte Wohnungsmarktprognose vor. Und leitete an den Zahlen ab, welche Bedarfe in der Stadt Lüdinghausen in Sachen Wohnen in den kommenden Jahren – vermutlich – zu decken sind.

Zunächst ging er auf drei neue Rahmenbedingungen ein: den Baukostenanstieg, den Fachkräftemangel und die aktuell massiv steigenden Zinsen, der Experte für Immobilienökonomie von der EBZ Business School GmbH in Bochum sprach von einer Vervierfachung – „und das ist noch nicht das Ende der Fahnenstange“. All das führe dazu, dass für immer mehr (potenzielle) Bauherren der Traum vom Eigenheim aus finanziellen Gründen platze. Hinzu komme eine neue Bevölkerungsprognose des Statistischen Landesamtes: Demnach gibt‘s nur noch bis 2035 mehr Geburten als Sterbefälle in der Steverstadt. Danach schrumpfe die Einwohnerzahl. Gleichzeitig – davon gehen die Experten von der NRW-Bank aus – würde die Nachfrage nach gefördertem Wohnraum zunehmen.

Sein Appell an den Bürgermeister und die Kommunalpolitiker: „Berücksichtigen sie all das bei ihren städtebaulichen Planungen.“

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