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Journalistin Ruth Weiss besucht alte Freunde in Lüdinghausen

„Menschen sind doch alle gleich“

Lüdinghausen

Ruth Weiss ist eine Weltenbummlerin – 1924 in Fürth geboren, floh ihre jüdische Familie 1936 vor den Nazis nach Südafrika. Später bereiste sie als Journalistin die Welt. Von 2003 bis 2015 lebte sie in Lüdinghausen. Jetzt hat sie die Steverstadt besucht und alte Freunde getroffen.

Von Peter Werth

Der Gang über den alten jüdischen Friedhof stand ebenso auf dem Programm von Ruth Weiss wie der Besuch alter Freunde in Lüdinghausen. Hier hat die Journalistin und Buchautorin von 2003 bis 2015 gelebt. Foto: Peter Werth

Aus Deutschland floh die jüdische Familie mit der damals Dreijährigen 1936 vor den Nazis nach Südafrika. Dort erlebte sie später die Apartheid, der die Schwarzen ausgesetzt waren. „Ich habe mich nie mit den Weißen identifizieren können“, sagt Ruth Weiss. Und noch als bald 97-Jährige setzt sie sich gegen Rassismus und Antisemitismus ein, hält Vorträge, besucht Schulen, kirchliche Einrichtungen und spricht mit Jugendlichen und Erwachsenen über ihr Leben und ihre Erfahrungen. Von 2003 bis 2015 hat die Journalistin und Buchautorin in Lüdinghausen gelebt, sich auch im „Arbeitskreis Gerechtigkeit und Frieden“ engagiert. In diesen Tagen besucht sie Freunde in Lüdinghausen. Am Mittwoch unternahm sie mit einem Fernsehteam einen Stadtrundgang, suchte dabei auch den alten jüdischen Friedhof auf.

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