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Verein entsendet und sucht Vorlesepaten

Mit Büchern Kinder begeistern

Lüdinghausen

Kleiner Aufwand, große Wirkung: Wenn Karin Deinert und die anderen Vorlesepaten in den Kitas und Kindergärten Geschichten wiedergeben, hängen die Jungen und Mädchen fasziniert an ihren Lippen. Es mache einfach Spaß, die Kurzen zu begeistern, betont Deinert, die das Projekt vor 13 Jahren initiiert hat und stets weitere Mitstreiter sucht.

Sorgen mit ihren Stimmen für fröhliche Jungen und Mädchen: Karin Deinert (r.) hat jüngst weitere Männer und Frauen gefunden, die in den Kitas und Kindergärten regelmäßig Bücher vorlesen. Foto: Bürger für Bürger

Wenn Karin Deinert erzählt, welch riesige Freude es ihr bereitet, Jungen und Mädchen im Kindergartenalter vorzulegen, dann leuchten ihre Augen vor Begeisterung. Sie lächelt. Und ihr Gegenüber merkt sofort: Sie brennt für das, was sie seit rund 13 Jahren ehrenamtlich tut. Damals hat sie ihrem Enkel und seinen Freunden Geschichten jeder Art vorgetragen. Heute sind ihre Zuhörer fremde Kinder, die sie allesamt jedoch stets sofort in ihr Herz schließt. Die 82-jährige Lüdinghauserin findet: „Es macht einfach Spaß.“ Mit kleinem Aufwand ließe sich eine große Wirkung erzielen. Und es sei jedes Mal schön, wenn die „Kurzen“ fasziniert an ihren Lippen hingen.

Was sie einst alleine initiierte, ist inzwischen eines von vielen Projekten des Vereins „Bürger für Bürger – Helfende Hände Lüdinghausen“, an dessen Gründung vor neun Jahren sie – zu dem Zeitpunkt noch als Seniorenbeiratsmitglied – mitbeteiligt war.

Karin Deinert

Während 2020 und 2021 das Coronavirus grassierte und das öffentliche Leben lahmlegte sowie das menschliche Miteinander auf ein Minimum reduzierte, mussten auch die Vorlesepaten ihr Engagement ruhen lassen. Zum Glück, betont Deinert, sei das vorbei. Zumindest vorerst. In aktuell fünf Lüdinghauser Kitas und Kindergärten gehen die „Vorlese-Omas“ und „-Opas“, wie Deinert sich und ihre Mitstreiter liebevoll bezeichnet, ein und aus. Sie geben Lektüre, die jungen Leuten gefällt, zum Besten. Immer in enger Absprache mit den Erziehern. Mal bringen die Gäste ihren eigenen Lesestoff mit, mal schlagen die Pädagogen ein Buch vor. „Das läuft schön“, merkt Deinert an. Sie lächelt erneut.

In der Regel gestaltet jeder Vorlesepaten alle vier Wochen ein einstündiges Treffen mit einer Gruppe. Generell gilt jedoch: „Alle Einsatztage und -zeiten können individuell abgesprochen werden“, informiert die Initiatorin. Sie selbst habe oft kleine Überraschungen dabei. Im Herbst zum Beispiel ein buntes Blatt oder ein paar Kastanien. Damit eröffne sie das Gespräch und breche das Eis. Doch die meisten Jungen und Mädchen kennen Deinert längst. Und sobald sie die Einrichtung betritt, stürmen sie auf sie zu und fragen, was sie denn heute vorlesen wird. . .

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