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Stadt beseitigt Nester von Eichenprozessionsspinnern

Mit heißem Wasser gegen Raupen

Lüdinghausen

Sie krabbeln wieder, die Raupen der Eichenprozessionsspinners. Die Stadt Lüdinghausen lässt diese insbesondere mit eigenem Gerät an Kindergärten, Schulen, Spielplätzen und Sportanlagen entfernen. Dabei setzt die Stadt auf die umweltfreundliche Beseitigung mit heißem Wasser.

An einigen Orten wird vor der Raupe gewarnt. Foto: Marion Fenner

Die Stadt Lüdinghausen nimmt den Kampf gegen den Eichenprozessionsspinner wieder auf. Mitarbeiter des Bauhofs sind derzeit unterwegs, um den Raupen mit den gefährlichen Brennhaaren den Garaus zu machen. „Die ersten Meldungen über Sichtungen von Nestern sind Anfang Juni bei uns eingegangen“, berichtet Stadt-Pressesprecherin Anja Kleykamp. Zuerst würden Bäume an Kindergärten, Schulen, Spielplätzen und Sportanlagen behandelt.

Spezialfirma für höhere Bäume

Mit einem Gerät, dass die Stadt extra für die Beseitigung des Eichenprozessionsspinners angeschafft hat, werden die Tiere mit heißem Wasser gezielt getötet und die Nester abgesaugt, eingesammelt und entsorgt.“ Bis zu einer Baumhöhe von vier Metern können die Raupen mit dem städtischen Gerät entfernt werden. Bei höheren Bäumen werde eine Spezialfirma beauftragt, die, wie Kleikamp betont, mit dem selben Prinzip arbeite. Den Einsatz von Bioziden lehne die Stadt aus Umweltschutzgründen in diesem Fall generell ab.

In diesem Jahr sei der Eichenprozessionsspinner bisher deutlich seltener aufgetreten, als in den Jahren zuvor, berichtet die Pressesprecherin. Das könne zum einen an dem feuchten, kühlen Frühling liegen, zum anderen auch an der guten Arbeit aus dem Vorjahr sowie an den vielen Nistkästen, die ausgehängt wurden, damit Vögel, auf deren Speiseplan die ungeliebte Schmetterlingsraupe steht, gute Lebensbedingungen finden.

Nester melden

Bürger sind aufgefordert, Eichenprozessionsspinner an Bäumen an öffentlichen Orten dem Grünflächenamt direkt unter steenweg@stadt-luedinghausen.de oder dem Bürgertelefon unter

 01 73/ 5 76 87 90 (auch WhatsApp oder Signal) zu melden. Kleykamp weist ausdrücklich darauf hin, dass die Stadt nicht zuständig für das Entfernen der Eichenprozessionsspinner von privaten Grundstücken ist. Dafür müssten die Eigentümer selbst sorgen.

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