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Tafel Lüdinghausen in Corona-Zeiten

Mitstreiter dringend gesucht

Lüdinghausen

Unbeschadet ist auch die Tafel Lüdinghausen nicht durch die Corona-Pandemie gekommen. Einige ihrer ehrenamtlichen Mitstreiter sind nicht mehr im Dienst. Bei einem Altersspektrum von Mitte 60 bis 80 Jahren gehören eigentlich alle zur Risiko-Gruppe, sagt der Vorsitzende Bruno Bierschenk. Daher werden dringend neue Helfer gesucht.

Peter Werth

Vorstandsmitglied Dorothea Foto: Peter Werth

Die zweimonatige Corona-bedingte Zwangspause von Mitte März bis zum 13. Mai ist auch an der Tafel Lüdinghausen nicht spurlos vorbeigegangen. Eine ganze Reihe der ehrenamtlichen Mitarbeiter hat ihren Dienst quittiert. Und das, so der Tafel-Vorsitzende Bruno Bierschenk, sei durchaus verständlich. „Wir haben eine Altersspanne von Mitte 60 bis zu 80 Jahren“, erklärt er. Und somit gehöre nahezu jeder der 150 Ehrenamtlichen zur sogenannten Risiko-Gruppe. Er selbst gehört mit seinen 72 Jahren ebenso dazu wie seine Vorstandskollegin Dorothea Homann, die 74 Jahre zählt.

Die beschreibt das Pro­blem ganz plastisch. So sei etwa eine ganze Gruppe Männer weggefallen, die sich immer dienstags um eine ganz bestimmte Aufgabe beim Sortieren der eingehenden Waren gekümmert habe. Das müssten nun andere stemmen. Auf neue Mitarbeiter warteten ganz unterschiedliche Aufgaben, beschreibt sie: Dienstags nachmittags werden die Waren vorsortiert, mittwochs schließlich gibt es vier Ausgaben an die Tafel-Kunden. Zudem werden Fahrer der beiden Tafel-Transporter gesucht, aber auch eine Computer-affine Unterstützung für das Büro. „Wir sind eine tolle Gemeinschaft. Das ist etwas Wunderbares“, wirbt sie um neue Helfer. Sie selbst – seit drei Jahren dabei – habe in der Riege viele neue Kontakte und Freundschaften geknüpft.

Aber nicht nur Ehrenamtliche hat die Tafel in den vergangenen Corona-Monaten verloren. Auch die Zahl der Kunden sei um etwa 20 Prozent zurückgegangen, berichtet Bierschenk. Über die Gründe mag er nur mutmaßen. „Einige kommen vermutlich altersbedingt nicht, weil sie Angst vor einer Corona-Ansteckung haben“, sagt er.

Doch nicht nur einen Engpass bei den Mitarbeitern beklagen Homann und Bierschenk. Auch beim Warenfluss aus den verschiedenen Supermärkten der Region stockt es. „Uns fehlt es vor allem an frischen Produkten wie Gemüse und Obst, aber auch Käse und Aufschnitt“, sagt Homann. „Die Läden kalkulieren in der Corona-Krise anders“, nennt Bierschenk eine Begründung. Begeistert sind beide allerdings von der Spendenbereitschaft in Corona-Zeiten. So habe sich in den vergangenen Monaten eine fünfstellige Summe angesammelt. Ein großer Teil wurde in die Gutschein-Aktion für die Kunden investiert, so der Vorsitzende.

Wer die Arbeit der Tafeltat kräftig unterstützen möchte, kann sich unter  0 25 91/2 37 23 39 oder per E-Mail an info@tafel-lueding­hausen.de melden. Vor Ort geht dies auch mittwochs zwischen 12.30 und 17.30 Uhr bei der Tafel (Geschwister-Scholl-Straße 4a). Ein Kontak­t­formular steht auf der Homepage der Tafel bereit (www.tafel-luedinghausen.de).

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