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Bürgerbeteiligung: Workshop zum Projekt Leader-Region

Mittel aus EU-Fördertöpfen

Lüdinghausen

Ein Kleeblatt soll die Zusammenarbeit symbolisieren. Natürlich ein Vierblättriges. Nicht nur, weil es Glück bringt, sondern weil vier Kommunen, die auf der Landkarte dieser Form nahekommen, zusammenarbeiten. Lüdinghausen, Nordkirchen, Ascheberg und Senden bewerben sich gemeinsam als Leader-Region um Fördermittel der EU zur ländlichen Entwicklung für die Jahre 2015 bis 2020.

Markus Kleymann

Vortrag und Workshop zum Leader-Projekt von vier Kreiskommunen gab es am Donnerstag in der Burg Lüdinghausen. Foto: mkle

Diese Bewerbung muss allerdings nicht nur gegen viele andere Interessenten bestehen, sie muss auch bis Mitte Februar mit konkretem Leben gefüllt werden, damit der Antrag die Jury beim Land NRW überzeugt.

Am Donnerstagabend hatte daher die Stadt Lüdinghausen – wie zuvor auch die drei anderen Kommunen – ihre Bürger eingeladen, um das Projekt vorzustellen, aber auch um erste Ideen zu sammeln. Nachdem Bürgermeister Richard Borgmann die rund 30 interessierten Gäste im Sitzungssaal der Burg Lüdinghausen begrüßt hatte, erläuterte Dominik Olbrich, Mitarbeiter des begleitenden Fachbüros „Planinvent“, die Regularien des Wettbewerbs und der Förderung, der in erster Linie der ländlichen Entwicklung dienen soll.

Dabei werden förderungswürdige Projekte mit 65 Prozent von der EU gefördert. Das übrige Drittel kann dann sowohl von den beteiligten Kommunen als auch erstmals durch Beteiligung privater Finanziers zugesteuert werden.

Sehr lebhaft wurde dann die anschließende Diskussion zunächst im Plenum und anschließend in zwei Arbeitsgruppen, als es darum ging, konkrete Ideen zu finden. So wurde natürlich der Citta-Slow-Gedanke in Lüdinghausen aufgegriffen, auch wurde diskutiert, inwieweit Projekte aus der „Regionale 2016“ fortgeführt werden können.

Generationenübergreifende Ideen wurden ebenso ins Gespräch gebraucht wie Projekte zur Verbesserung der Mobilität. Vergessene historische Orte sollten wieder besser zugänglich gemacht werden, war ein weitere Vorschlag – ebenso wie Verbesserungen im Radtourismus durch eine bessere Ausschilderung der Wege zwischen den vier beteiligten Orten.

Die vorgebrachten Ideen dieses Abends sollen jetzt gemeinsam mit den Vorschlägen aus den drei weiteren Orten bei einer Regionalkonferenz vertieft werden, die am kommenden Dienstag (18. November) um 18 Uhr im Kapitelsaal der Burg Lüdinghausen stattfindet und zu der auch Bürger aus allen vier „Kleeblatt-Kommunen“ eingeladen sind.

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