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Eva Fuisting beendet ihren BFD, bleibt dem JuKi-Team aber weiterhin als Praktikantin erhalten

Monate „mega“ – Fortsetzung folgt

Lüdinghausen

Nach ihrem BFD ist vor ihrem Praktikum beim JuKi: Eva Fuisting wird ein weiteres Jahr im Hakehaus und im evangelischen Stephanus-Gemeindezentrum sowie im Seppenrader Don-Bosco-Haus mit Kindern und Jugendlichen arbeiten.

Annika Wienhölter

BFDlerin Eva Fuisting Foto: awi

Der Countdown läuft: Am 31. Juli ist Eva Fuistings letzter offizieller Tag ihres Bundesfreiwilligendienstes (BFD) bei der Offenen Jugendarbeit im Bereich der Kirchengemeinden der Stadt Lüdinghausen (JuKi). Doch weil der 22-jährigen Steverstädterin die Arbeit im Hakehaus und im evangelischen Stephanus-Gemeindezentrum sowie im Seppenrader Don-Bosco-Haus viel Vergnügen bereitet hat, bleibt sie dem Team als fleißige Unterstützerin erhalten. Und für die Kinder und Jugendlichen, die sie allesamt längst in ihr Herz geschlossen hat, ist sie weiterhin als Ansprechpartnerin für Sorgen jeder Art, pfiffiges Gesprächsgegenüber, stille Zuhörerin und kurzzeitige Wegbegleiterin mit vielen kreativen Ideen für spaßige Freizeitaktivitäten da.

Denn: Fuisting besucht ab Mitte August die Fachoberschule für Gesundheit und Soziales am Lüdinghauser Richard-von-Weizsäcker-Berufskolleg (RvW). Im ersten Jahr sitzt sie an zwei Tagen pro Woche in den Klassenräumen und paukt, an den anderen drei Tagen steht ein Praktikum auf ihrem Stundenplan. Und das absolviert Fuisting bei der JuKi.

Dennoch ist es Zeit für die gelernte Tischlerin, ein Fazit ihres BFD zu ziehen. Das gelingt ihr mit einem Wort: „Mega“, sagt Fuisting und lacht. Sie sei stets mit einem Lächeln im Gesicht zur Arbeit gegangen. „Sogar an den Wochenenden und im Urlaub habe ich mich gefreut, wenn ich endlich wieder los durfte.“ Kein Zweifel: Die Leiterin bei der Stadtranderholung und Vorsitzende des Sachausschusses Jugend brennt für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. Das hat sich während ihres elfmonatigen BFD nochmals bestätigt. Sie meint: „Das ist eine super Sache – vor allem für alle, die privat wie beruflich noch in der Findungsphase sind.“ Zumal man auch Geld verdiene – „zwar nicht viel, aber immerhin“.

Coronavirus beeinflusst Arbeit und Seminare

Außerdem sind Seminare ein fester Bestandteil des BFD. Normalerweise hätte sie fünf Treffen dieser Art gehabt, erklärt die Steverstädterin. „Jeweils von montags bis freitags – mit Übernachtung.“ Doch das Coronavirus hat einen Strich durch die Rechnung gemacht. Somit hat sie lediglich an drei Zusammenkünften mit 24 BFDlern aus dem Bistum Münster teilnehmen dürfen – zweimal im Kloster Gerleve, einmal in Herdecke. Das Abschlussseminar lief online per Videokonferenz. „Wir waren eine total gemischte Gruppe“, berichtet Fuisting. Das sei super spannend gewesen. Während manch einer an einer Krankenhauspforte gearbeitet habe, seien andere Hausmeistertätigkeiten nachgegangen oder hätten Erfahrungen als OP-Assistenten gesammelt. Sogar neue Freunde habe sie gewonnen, sagt Fuisting und grinst.

Nach der Fachoberschule möchte Eva Fuisting studieren

Die Pandemie beeinflusste auch ihre Arbeit beim JuKi: „Ich weiß nun, dass Homeoffice absolut nichts für mich ist“, zieht sie ihre Schlüsse, nachdem sie mehrere Wochen von zu Hause aus malochen musste. „Ich brauche Menschen um mich herum.“ Die Kollegen hätten ihr ebenso gefehlt wie die Kinder und Jugendlichen. Schließlich mag sie es, die regelmäßigen Treffs vorzubereiten und durchzuführen. Sie liebt die unterschiedlichen Aktionen, die sie gemeinsam mit dem JuKi- Team auf die Beine stellt, insbesondere die Ferienprogramme. Und sie findet es schön, wenn die Teilnehmer so begeistert sind, dass sie am Ende zu ihren Eltern sagen, dass sie noch nicht mit nach Hause wollen.

Wie es jetzt für sie weitergehen soll, hat Fuisting ganz nebenbei für sich herausgefunden: Nach den 24 Monaten an der Fachoberschule für Gesundheit und Soziales am RvW – im zweiten Jahr ist tägliches Schulbankdrücken angesagt – möchte sie gerne Soziale Arbeit studieren. Und dann? „Das lasse ich mir noch offen.“ Schließlich gebe es in dem Bereich so viele tolle (berufliche) Möglichkeiten.

BFDler gesucht

Noch steht nicht fest, wer Eva Fuistings Nachfolger wird. Alle, die ab dem 1. August oder ab dem 1. September einen Bundesfreiwilligendienst (BFD) für mindestens ein halbes Jahr, im Idealfall aber für elf oder zwölf Monate, beim JuKi absolvieren möchten, können sich bewerben. Weitere Infos gibt’s per E-Mail an info@juki-lh.de, unter Telefon 0 25 91/98 02 87 und auf www.juki-lh.de.

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