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Gartenprojekt im Clara-Stift beginnt

Naturgenuss für jedes Alter

Seppenrade

Der Aufenthalt im Garten des Altenzentrums Clara-Stift in Seppenrade soll attraktiver werden. Deshalb wird der Bereich nun umgestaltet. Er soll für alle Gerenationen erlebbar werden.

Diplom-Ingenieurin Gaby Christensen (l.) und Klaudia Henke-Dammeyer, Leiterin des Sozialen Dienstes im Altenzentrum Clara-Stift, stellten die Pläne für das neue Gartenprojekt vor. Foto: Clara-Stift

Im Altenzentrum Clara-Stift in Seppenrade schlägt ein spannendes Projekt buchstäblich seine Wurzeln. Denn im Garten des Heimes an der Wolfsschlucht wird sich ganz viel tun: „Unser Gartengelände spielt in unserem Lebensalltag hier eine ganz besondere Rolle“, erklärt Klaudia Henke-Dammeyer, Leitung Sozialer Dienst und gemeinsam mit Einrichtungsleiter Sascha Schikofski für die Neugestaltung verantwortlich.

Geschützter Raum

Mit Unterstützung des Teams um Diplom-Ingenieurin Gaby Christensen werde aus dem bereits bestehenden Garten ein ganz neuer Erlebnis- und Lebensbereich für die Bewohner und Bewohnerinnen, Besucher und das eigene Team werden. Die Motivation dahinter erklärt Klaudia Henke-Dammeyer: „Für uns war es das Ziel, wirklich zu jeder Jahreszeit den Aufenthalt in unserem Garten attraktiver zu machen. Und das Ganze eben immer unter ökologisch sinnvollem Blickwinkel“, so die Sozialdienstleiterin. „Schließlich – und das erfahren wir immer wieder im Austausch mit unseren Bewohnerinnen und Bewohnern, ist es ihnen sehr wichtig, in welchem Zustand sie ihren Kindern und Enkeln die Natur überlassen. Naturschutz – Pflanzen, Tiere, all das ist bei weitem nicht nur ein großes Thema für die jüngeren Generationen“, betont Klaudia Henke-Dam­meyer. Darüber hinaus bilde der Garten auch einen geschützten Raum, in dem es sich oftmals leichter und offener über Ängste, Sorgen und Verluste lieber Menschen und Zeiten sprechen ließe. „Wir erleben die Natur oft als ideales Medium, um miteinander intensiv in Kontakt zu kommen“, so Klaudia Henke-Dammeyer.

Grundschüler werden beteiligt

Nun also kommt alles ins Rollen: Bei allen Ideen und Maßnahmen war die Prämisse, möglichst geringen Pflege- und Kostenaufwand zu schaffen. All das nach Themen orientiert – vom Garten der Erinnerung bis hin zum Boule-Platz.

An der kreativen Planung wurden von Anfang an auch die Bewohner beteiligt. Gemeinsam mit Schülern der Marien-Grundschule betreuen und pflegen sie schon seit einigen Jahren einmal in der Woche einen extra Teil des Gartens. So gebe es auch schon jetzt gelegentlich Zucchini-Suppe ganz ‚selfmade‘. „Natur und die Liebe zu Pflanzen und Bäumen prägt hier wirklich viele unsere Bewohner“, ergänzt Klaudia Henke-Dammeyer. „Viele sind ehemalige Rosenfrauen und -Männer, diese Liebe bleibt einfach ein Leben lang.“

Und so werden nun, ganz im Sinne der Nachhaltigkeit, Stück für Stück einzelne Gartenabschnitte angegangen und alte Bestandteile wieder neu verpflanzt: „Unsere Stauden werden Teil des Vogelschutzgehölzes, in dem viele Tiere Unterschlupf finden, farbenprächtige Zierkirschen werden natürliche Schattenspender an der Terrasse und im geplanten Naschgarten werden die Bewohner Beeren kosten und genießen können“, so das Planungsteam. Eine Douglasie soll im Winter als Christbaum erleuchten.

Unterstützer gesucht

Eine große Bitte geht mit der gesamten Neugestaltungsaktion auch einher: „Wir würden uns über Unterstützung für unser Natur-Projekt freuen. Sei es durch ehrenamtliche Helfer, die uns aktiv bei den Pflanzaktionen unterstützen oder auch durch Geldspenden für unser Projekt. Natur tut allen Menschen gut – daher ist das für uns ein echtes Herzensprojekt“, so Klaudia Henke-Dammeyer.

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