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Nazis ließen Leichen exhumieren

Infotafeln auf dem jüdischen Friedhof werden eingeweiht

Lüdinghausen

Der jüdische Friedhof in Lüdinghausen bestand seit 1839. Am 20. Oktober 1942 ließen die Nazis dort 16 verstorbene Juden exhumieren. An dieses Ereignis erinnern Infotafeln, die am 20. Oktober (Donnerstag) vom Heimatverein offiziell eingeweiht werden sollen.

Von Michael Kertelge

Jüdischer Friedhof Lüdinghausen 1942 Foto: privat

Nachdem sich nach 1807 erste jüdische Familien in Lüdinghausen niedergelassen hatten, kauften Selig Levy und Jacob Abraham 1839 für die jüdische Gemeinde den Platz der Synagoge und des Friedhofs. Der Stadtrat kam damit ihrer Bitte nach, ihnen „denjenigen Platz auf dem Wall von Langbrück bis Krenthorn, welcher bereits als Begräbnisplatz der jüdischen Glaubensgenossen benutzt, käuflich gegen einen billigen Preis zu überlassen.“100 Jahre diente der Friedhof der jüdischen Gemeinde als Begräbnisort.

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