Rettungswache an der Selmer Straße

Neubau doch noch nicht vom Tisch

Lüdinghausen

Die Rettungswache an der Selmer Straße platzt aus allen Nähten. Seit über eineinhalb Jahren müssen die Mitarbeiter Schulungs- und Aufenthaltsräume in Containern nutzen. Hatte es Anfang des Jahres von Seiten des Kreises Coesfeld geheißen, das Gebäude werde am bisherigen Standort erweitert, werden nun doch noch andere Varianten ins Auge gefasst.

Anne Eckrodt

Platzt aus allen Nähten: die Rettungswache des DRK an der Selmer Straße. Foto:

In die bereits beendete Diskussion um das Thema Erweiterung der Rettungswache an der Selmer Straße oder Neubau an anderer Stelle kommt wieder Bewegung. Hatte es Anfang dieses Jahres von Seiten des Kreises Coesfeld – er ist Träger des Rettungsdienstes – geheißen, das Thema Neubau sei vom Tisch, laufen aktuell wieder Gespräche, in die nun auch die Stadt Lüdinghausen eingebunden ist. Das bestätigte Christoph Hüsing, Pressesprecher des Kreises Coesfeld, auf Anfrage der WN.

„Im Verlauf der Planungen und Abstimmungen ist doch noch mal deutlich geworden, hier mehrere Varianten ins Auge zu fassen“, erläuterte Hüsing. Und Kreisdirektor Joachim L. Gilbeau betonte: „Wir streben eine zukunftsfähige Lösung an.“

Christoph Schlütermann

Seit über eineinhalb Jahren leben die Mitarbeiter der Rettungswache mit Provisorien in Form von Containern. Darin sind derzeit Schulungs- und Aufenthaltsräume untergebracht. Den Platz teilen sich derzeit 40 hauptamtliche Kräfte sowie die Ehrenamtlichen des DRK-Ortsvereins, die in Spitzenzeiten dazu beitragen, die Einsatzbereitschaft sicherzustellen. Knapp zehn weitere Mitarbeiter werden nach und nach noch hinzukommen, denn die Lüdinghauser Wache ist eine Lehrrettungswache.

„Entsprechend brauchen wir hier Platz für Auszubildende und Ausbilder“, machte Christoph Schlütermann, Vorstand des DRK-Kreisverbandes Coesfeld, der die Wache betreibt, deutlich. Da ist es nicht verwunderlich, dass er sagt: „Wir begrüßen es sehr, dass der Kreis Coesfeld noch mal in alle Richtungen überlegt. Und wir würden uns sehr freuen, wenn am Ende doch noch ein Neubau ins Auge gefasst würde. Denn ein Umbau im Bestand – was schon der zweite an dem Standort wäre – wäre mit Sicherheit aufwendiger und im Ergebnis sicherlich nicht so zukunftsfähig wie ein Neubau.“ Dass Letzterer mehr Zeit in Anspruch nehmen würde, nähmen alle Mitarbeiter gerne in Kauf, versicherte Schlütermann.

Gleichzeitig verwies er darauf, die ehrenamtlichen Kräfte des Ortsvereins nicht aus dem Blick zu verlieren. „Neben der Absicherung des Regelrettungsdienstes in Spitzenzeiten sind die Ehrenamtlichen im Sanitätsdienst und im Katastrophenschutz aktiv. Dabei ist deren Unterbringung alles andere als gut gelöst“, mahnte der Vorstand des DRK-Kreisverbandes an.

Richard Borgmann

Ins gleiche Horn stieß Bürgermeister Richard Borgmann. „Ich begrüße es sehr, dass sich der Kreis noch einmal neu Gedanken macht. Den Gesprächen dazu sehen wir sehr positiv entgegen. Und ich baue darauf, dass es im Zuge dessen sowohl für den hauptamtlichen als auch für den ehrenamtlichen Bereich eine Lösung gibt.“

Startseite