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Einsatz der Heimatfreunde

Neue Infotafel für das Bievoetken

Lüdinghausen

Mitglieder des Heimatvereins Lüdinghausen haben eine Infotafel am „Bievoetken“ aufgestellt. Dort wird nicht nur über diese Naturschutzfläche informiert, sondern auch über die Herkunft des Namens.

Von und

Thomas Suttrup (v.l.), Alfred Focke und Klaus Muhle Foto: Heimatverein

Der Heimatverein Lüdinghausen hat jetzt ein neues Infoschild zur Naturschutzfläche im Bie­voetken aufgestellt. Es befindet sich direkt am Steverseitenweg neben dem „Lindemanns Kolk“ – etwa 200 Meter in nördlicher Richtung von der Klosterstraße entfernt. Die Heimatfreunde Klaus Muhle, Thomas Suttrup und Alfred Focke betonierten das aus Edelstahl gefertigte und beschriftete Infoschild fachgerecht ein, heißt es in einer Pressemitteilung. Die Tafel wurde von Johannes Suttrup anlässlich seines 100. Geburtstages gestiftet. Der Heimatverein Lüdinghausen bedankte sich bei Johannes Suttrup für diese Spende.

Diese Infotafel ist Teil einer Serie von hochwertigen Infotafeln, die der Heimatverein Lüdinghausen bereits aufgestellt hat – unter anderem am jüdischen Friedhof, an der ehemaligen Burg Patzlar und am Storchennest im Bievoetken. Weitere sollen nach Möglichkeit folgen – beispielsweise am Hof Grube.

Der Heimatverein wurde bei diesen Aktivitäten durch Spender und Helferunterstützt. Für die historische Einordnung zeigen Dr. Ilona Tobüren und die ehemalige Stadtarchivarin Liane Schmitz verantwortlich, „die sich wieder um die Texte und Bebilderung der Infotafel verdient gemacht haben“, heißt es im Pressetext weiter.

In Flurkarten heißt es „Bievoot“

Auf der jetzt aufgestellten Tafel wird unter anderem der Name „Bievoetken“ erläutert. Er entstand erst in jüngerer Zeit.

Der nördliche Bereich – vor der erst im 20. Jahrhundert gegrabenen Ostenstever – wird heute in Flurkarten als „Bievoot“ bezeichnet. Auf vielen älteren Karten erscheint hier der Name „Bievötken“. In der Karte von 1780 wird das Gebiet dem Domkapitel Münster zugeordnet, das ab 1509 Besitzer von Teilen von Lüdinghausen war, das Besitztum aber Anfang des 19. Jahrhundert an Preußen abgeben musste. Auf der Karte von 1734 von domkapitularischen Ländereien wird dieser Sektor jedoch nicht „Bievoetken“ genannt, sondern „Beyfalß“ – Beifuß.

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