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Letzte Vertreterversammlung der Volksbank Lüdinghausen-Olfen

Neuer Aufsichtsrat gewählt

Lüdinghausen

Ein Ära ist zu Ende: Die Volksbank Lüdinghausen-Olfen eG veranstaltete jetzt ihre letzte Vertreterversammlung. Nach der Fusion mit der Volksbank Haltern gehen beide Banken künftig gemeinsame Wege. Der neue Aufsichtsrat der VB Südmünsterland-Mitte wird aus zwölf Personen bestehen, darunter vier Frauen. Sechs Vertreter kommen aus Lüdinghausen und sechs aus Haltern.

Michael Beer

Der neue Aufsichtsrat der Volksbank Südmünsterland-Mitte (es fehlt der designierte Vorsitzende Jochen Niehoff) mit den drei Vorständen (v.r.) Christoph Sebbel, Marcus W. Leiendecker und Berthold Stegemann (Henning Henke fehlt). Anlässlich der Vertreterversammlung der Volksbank Lüdinghausen-Olfen erhielt Bernhard Hagen (Foto, rechts) die goldene Ehrennadel von Carsten Waldhelm. Der neue Aufsichtsrat der Volksbank Südmünsterland-Mitte (es fehlt der designierte Vorsitzende Jochen Niehoff) mit den drei Vorständen (v.r.) Christoph Sebbel, Marcus W. Leiendecker und Berthold Stegemann (Henning Henke fehlt). Foto: Michael Beer

„Das ist heute eine historische Versammlung“, sagte Bernhard Hagen, Aufsichtsrat der Volksbank (VB) Lüdinghausen-Olfen, bei der der letzten Vertreterversammlung der Bank im Festzelt an der Raiffeisenstraße. Im kommenden Jahr werden nach der Fusion auch die Vertreter der bisherigen VB Haltern in der ersten gemeinsamen Vertreterversammlung dabei sein.

Ertragssteuern

Im letzten Geschäftsbericht des Vorstandes ging Vorstandssprecher Marcus W. Leiendecker nach einigen Gedanken zum Genossenschaftswesen auf die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ein. Dazu gehörten unter anderem der abnehmende Schwung im Welthandel, die stark expandierende Binnennachfrage, die Bauwirtschaft als Konjunkturmotor, aber auch die Niedrigzinsen mit einer unbefriedigenden Lage bei den Zinserträgen oder der Facharbeitermangel.

„Wir haben fast 900 000 Euro an Ertragssteuern gezahlt. Darin sind 458 000 Euro Gewerbesteuern, die an die beiden Städte Olfen und Lüdinghausen fließen. 4,6 Millionen Euro flossen durch die Gehälter der 102 Mitarbeiter in die heimische Wirtschaft. Und mit 80 000 Euro gab es einen warmen Regen für die Vereine“, sagte Leiendecker, der sich zum Abschluss seiner Ausführungen bei den Mitarbeitern für ihren besonderen Einsatz bei der technischen Umstellung und der laufenden Fusion in den beiden vergangenen Jahren bedankte.

Berthold Stegemann

Vorstandskollege Berthold Stegemann legte der Versammlung den positiven Jahresabschluss vor. Dabei gab er auch Tipps für eine längerfristige Vermögensbildung in Zeiten von Niedrigzinsen. „Die Kosten für die Fusion und Zukunftsprojekte werden das Ergebnis 2019 belasten. Das sind Investitionen für die Zukunft“, sagte Stegemann. Dem Bericht des Aufsichtsrates von Bernhard Hagen und die Vorlage über das Ergebnis der gesetzlichen Prüfung, vorgetragen von Bernd Klapheck, stimmten die Vertreter der Feststellung des Jahresabschlusses einstimmig zu. Auch die Beschlussfassung über die Verwendung des Jahresüberschusses 2018, aus dem den Mitgliedern 231 447 Euro als Dividende von fünf Prozent ausbezahlt werden, wurde ebenso einstimmig angenommen wie die Entlastung des Vorstandes und des Aufsichtsrates.

Paritätisch besetzt

Der neue Aufsichtsrat der VB Südmünsterland-Mitte wird aus zwölf Personen bestehen, darunter vier Frauen. Sechs Vertreter kommen aus Lüdinghausen und sechs aus Haltern: Monika Vennemann, Christoph Schlütermann, die beide wiedergewählt wurden, Hubertus Hölper, Bernd Klapheck, Uta Thoms-Meyer und Berthold Schulze Meinhövel aus Lüdinghausen, Marianne Teltrop, Nadine Winkels, Georg Dammann, Siegfried David, Jochen Niehoff als designierte Vorsitzender, und Frank Stenner.

Abschied und Ehrung

Zum Abschluss wurden Markus Höcke nach zehn und Bernd Ader nach acht Jahren im Aufsichtsrat durch Carsten Waldhelm, Regionalleiter des Genossenschaftsverbandes, mit Urkunden für ihr ehrenamtliches Engagement verabschiedet. Bernhard Hagen, seit 20 Jahren im Aufsichtsrat und seit zehn Jahren dessen Vorsitzender, zeichnete Waldhelm mit der goldenen Ehrennadel des Verbandes aus. Mit persönlichen Worten bedankte sich Hagen bei den Begleitern in den 20 Jahren. „Die Fusionen in dieser Zeit waren der richtige Schritt in eine gute Zukunft“, sagte Hagen, bevor sich die Vertreter ein Abendessen im Festzelt schmecken ließen.

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