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Rückbau der Astrid-Lindgren-Schule startet

Neuer Platz für Wohnraum und Kita

Lüdinghausen

Jetzt geht‘s los: Die Astrid-Lindgren-Schule wird zurückgebaut. Dabei müssen rund 3000 Tonnen Material abgefahren werden, was etwa 120 Lkw-Ladungen entspricht. Weil sich einst eine Deponie auf dem Areal befunden hat, gehen Experten ans Werk.

Bald Geschichte: An der ehemaligen Astrid-Lindgren-Schule rücken Anfang kommender Woche die Bagger an. Foto: Peter Werth

Anfang kommender Woche beginnen die Rückbauarbeiten an der ehemaligen Astrid-Lindgren-Schule am Nottengartenweg in Lüdinghausen. Die Trägerschaft für dieses Aufbereitungsprojekt liegt beim AAV – dem Verband für Flächenrecycling und Altlastensanierung mit Sitz in Hattingen, heißt es in einer Pressemitteilung. Das Vorgehen beim Aufbereiten der rund 7200 Quadratmeter großen Fläche sei eng mit dem Kreis Coesfeld und der Stadt Lüdinghausen abgestimmt worden.

Als Baustelleneinrichtungsfläche wird dem Text nach voraussichtlich der frühere Schulinnenhof genutzt. Beim Rückbau werden zuerst die Schadstoffe innerhalb des Gebäudes entfernt und fachmännisch entsorgt. Anschließend wird die unbedenkliche Bausubstanz der Gebäude abgerissen und ebenfalls beseitigt. Dabei werden rund 3000 Tonnen Material abgefahren, was etwa 120 Lkw-Ladungen für den gesamten Zeitraum des Rückbaus entspricht.

Es ist möglich, dass die Sperrung von Parkplätzen unmittelbar an der Schule in geringem Maße erforderlich wird.

Die Anwohner seien bereits am 7. September über die bevorstehenden Bauarbeiten informiert, heißt es weiter. Denn sie und der Arbeitsschutz hätten hohe Priorität. Beim Rückbau werde eine etwaige Staubentwicklung mit Wasser niedergeschlagen.

Die Maßnahme wird voraussichtlich zum Ende des Jahres abgeschlossen sein. 2023 sollen sich nach einer weiteren öffentlichen Ausschreibung die Sanierungsuntersuchung und -planung der ehemaligen Deponie anschließen. „Die Sanierung selbst ist momentan für 2024 vorgesehen“, informieren die Verantwortlichen.

Das Schulgelände liegt auf einer Altablagerung. Dort habe die Stadt Lüdinghausen als damalige Eigentümerin der Fläche im Zeitraum von zirka 1944 bis 1960 Siedlungsabfälle deponiert. Das Deponat bestehe im Wesentlichen aus Bauschutt, Schlacken, Aschen und Hausmüll. Es befindet sich in einer Tiefe von etwa 1,0 bis 2,2 Metern, mit einer Dicke von rund 0,6 bis 1,2 Metern, unter der Geländeoberkante. In den nicht bebauten Bereichen wird die Ablagerung durch eine mindestens 0,6 Meter dicke Schicht aus Sand und Mutterboden abgedeckt. 1960 wurde die Fläche an den damaligen Kreis Lüdinghausen verkauft, um auf dem Areal eine Schule zu errichten. Durch die Auflösung des Kreises Lüdinghausen 1974 wurde der Kreis Coesfeld zum Rechtsnachfolger und Eigentümer. Dieser errichtete und betrieb auf der Fläche eine Bildungseinrichtung für Kinder mit besonderem Förderbedarf, die Astrid-Lindgren-Schule. Als diese im Juli 2019 in ein neues Schulgebäude in Nottuln umzog, fiel das Grundstück brach.

Als Folgenutzung ist eine wohnbauliche Nutzung mit integrierter Kindertagesstätte geplant, heißt es abschließend.

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