1. www.wn.de
  2. >
  3. Muensterland
  4. >
  5. Luedinghausen
  6. >
  7. Neustart für Ensembles und Chöre

  8. >

Musikschulkreis beginnt wieder mit Gruppenproben

Neustart für Ensembles und Chöre

Lüdinghausen

Neustart im Musikschulkreis Lüdinghausen: Nach den Sommerferien nehmen die Sinfonieorchester, aber auch die Ensembles und Chöre wieder ihre Proben auf. Matthias Lichtenfeld freut sich auf die Möglichkeit, viele Dinge neu zu erfinden und neu zu gestalten – und hofft, auch neue Gesichter begrüßen zu dürfen.

Von Heidrun Riese

Matthias Lichtenfeld ist nicht nur der neue Leiter des Musikschulkreises Lüdinghausen, er dirigiert auch das Jugendsinfonieorchester sowie das Sinfonieorchester „SaitenWind“ und freut sich, nun endlich mit den Proben beginnen zu können. Foto:

Nach den Ferien geht es im Musikschulkreis Lüdinghausen endlich wieder los mit den Gruppenproben. Matthias Lichtenfeld fiebert dem Neustart nach der langen Corona-Pause besonders entgegen. Er ist nämlich nicht nur der neue Leiter des Dachverbandes, der die Musikschulen in Lüdinghausen, Nordkirchen, Senden, Olfen und Werne organisatorisch vereint, sondern dirigiert außerdem die beiden großen Sinfonieorchester.

Für den 44-Jährigen bedeutet das auch eine Rückkehr zu seinen Wurzeln. „Ich bin Lüdinghauser und im Musikschulkreis groß geworden“, verrät Lichtenfeld, der früher selbst im Jugendsinfonieorchester gespielt hat. Seitdem hat er viele Erfahrungen als Musiker und Pädagoge gesammelt. Nach dem Diplom an der Musikhochschule Detmold, Abteilung Münster und Dortmund, in Bratsche, elementarer Musikpädagogik sowie Ensemble- und Orchesterleitung folgte ein Zusatzfachstudium in Bratsche am Richard-Strauss-Konservatorium in München. Die bayrische Hauptstadt wurde zum Drehkreuz für Lichtenfeld, in die er immer wieder zurückkehrte. Zwischenzeitlich lebte und arbeitete er im ägyptischen Kairo sowie in Rochester im US-Bundesstaat New York. „Immer als Musiker, Dirigent und Lehrer – das sind meine drei Standbeine“, erklärt der Lüdinghauser. Die vergangenen vier Jahre verbrachte er in England, in Durham bei Newcastle, ehe es mit seiner Frau und den drei Kindern zurück in die alte Heimat ging. Aktuell ist die Familie auf der Suche nach einem Haus.

Proben in der Cani-Aula

Auch im Musikschulkreis stehen die Zeichen auf Neustart auf vertrautem Grund. Lange waren lediglich Einzel- und Zweierunterricht möglich, zeitweise nur übers Internet. Ensemble- und Chorproben, Gruppenunterricht und natürlich Konzerte – all das war aufgrund der Corona-Maßnahmen nicht möglich. „Vor den Ferien haben wir nur wenige Wochen in großen Gruppen proben dürfen“, berichtet Lichtenfeld. „Jetzt geht es hoffentlich wieder richtig los.“ Dabei hat er auch schon ein ganz bestimmtes Ziel vor Augen – das Neujahrskonzert 2022, bei dem das Jugendsinfonieorchester weiterhin im Mittelpunkt stehen wird, aber auch andere Gruppen eine Auftrittsmöglichkeit bekommen sollen. „Darauf arbeiten wir hin“, betont er. Und: „Es ist ein guter Zeitpunkt einzusteigen. Denn alles, was wir proben, ist ganz neu.“

Zum ersten Mal trifft sich das Jugendsinfonieorchester am 20. August und von da an immer freitags um 17 Uhr in der Aula des Gymnasiums Canisianum. Am selben Ort probt auch „SaitenWind“, das Sinfonieorchester der Erwachsenen, ab dem 26. August immer donnerstags ab 20 Uhr. „Einfach vorbeikommen, gerne“, lädt der Dirigent interessierte Musiker aus der Region zum Mitspielen ein. „Da sind wir nicht beschränkt auf den Musikschulkreis.“

Gleichzeitig rührt er die Werbetrommel für das Grund- und das Mittelstufensinfonieorchester. Streicher (Leitung: Dorothea Lindemann) und Bläser (Leitung: Keith Bean) proben in diesem Bereich getrennt, arbeiten aber auch an gemeinsamen Projekten. „Es geht darum, die Kids an die Orchestermusik heranzuführen“, erklärt Lichtenfeld. „Das mündet dann im Jugendsinfonieorchester.“

Chancen nutzen

Ebenso freue sich „Querwind“, das große Querflötenensemble für Jugendliche und Erwachsene (Leitung: Andreas Heitkamp), über Zuwachs, genau wie die Chöre für die verschiedenen Altersgruppen (Leitung: Maria Höwing). „Sowohl im Orchester- als auch im Chorbereich haben wir im Musikschulkreis die Möglichkeit, von den Anfängen bis ins hohe Alter gemeinsam zu musizieren“, stellt Lichtenfeld den großen Vorteil heraus, den die enge Verknüpfung der fünf Musikschulen bietet. „Das, finde ich, ist das Besondere – dass wir die großen Ensembles anbieten können.“

Er begreift den Neustart auch als Chance. „Wir können viele Dinge neu erfinden und gestalten“, betont Lichtenfeld und hofft, dass vielleicht auch der ein oder andere Wiedereinsteiger den Weg in eine der Gruppen findet. „Das ist eine gute Gelegenheit“, findet der Leiter des Musikschulkreises. Nach der langen Corona-Pause ist es ein Neustart für alle.

Infos zu den verschiedenen Orchestern, Ensembles und Chören gibt es auf der Internetseite des Musikschulkreises, wo auch alle Kontaktdaten zu finden sind.

Startseite