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Freiwilliges Soziales Jahr im St.-Marien-Hospital

Orientierung gesucht und gefunden

Lüdinghausen

Sie hat ihre Entscheidung nie bereut. Im Gegenteil. Rebecka Rutkowski macht ihr FSJ im St.-Marien-Hospital nach wie vor Spaß wie am ersten Tag. Und sie lernt immer wieder allerhand dazu.

wn

Rebecka Rutkowski hat sich für ein Freiwilliges Soziales Jahr im St.- Marien-Hospital Lüdinghausen entschieden. Foto: St.-Marien-Hospital

Rebecka Rutkowski lebt in Olfen und hat 2019 ihr Abitur gemacht. Aber: Was danach? Das wollte und konnte die heute 21-Jährige vor rund zwölf Monaten noch nicht für sich entscheiden. Mit dem Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ) hat sie jedoch für sich eine Lösung gefunden, die Lebenserfahrung gibt – und die ihr zudem hilft, sich beruflich weiter zu orientieren.

Wenn Rutkowski von dieser Entscheidung spricht, ist sie sich ganz sicher, dass das, was sie jetzt tut, genau das Richtige ist. „Nach dem Abi wusste ich nicht, ob ich eine Ausbildung absolvieren oder ob ich mich für ein Studium entscheiden soll“, erklärt sie und erinnert sich: „Bereits in der zehnten Klasse hatte ich vom FSJ gehört. Zum damaligen Zeitpunkt war das jedoch keine Option.“

Interesse an Arbeit mit Menschen

Die Menschen sind das, was sie interessiert. Hinzu kommt, dass alles, was in einem Krankenhaus passiert, was dort von den verschiedensten Berufsgruppen getan wird, schon immer ihre Neugierde weckte: „Ganz kurzentschlossen habe ich mich dann für ein FSJ im Lüdinghauser Krankenhaus beworben.“ Ausschlaggeben dafür war für die FSJ-lerin das Angebot einer Hospitation vorab. Und so war die damalige Abiturientin am 1. August beim Einführungstag im St.-Marien-Hospital mit dabei war. Sie erhielt ihre Dienstkleidung und erfuhr bereits an Tag eins Wissenswertes – etwa zum Thema Hygiene: „Davon profitiere ich jetzt, in Corona-Zeiten, besonders. Durch die Aufklärung, die ich im Krankenhaus erfahre, fühle ich mich sicherer als Freundinnen, die nicht im Gesundheitswesen tätig sind.“

Von Beginn an wurde die junge Frau von ihren Kollegen auf der Station EA/EB ins Team integriert, sie gehörte sofort dazu: „Hier werden akutgeriatrische Patienten versorgt. Oft vergleiche ich meine Oma, die 79 Jahre alt ist, mit den Menschen, denen ich täglich helfe – und stelle dabei fest, wie unterschiedlich geistig und körperlich fit Menschen im gleichen Lebensalter sind.“

Angenehme Lernatmosphäre

Der Frühdienst beginnt für Rutkowski um 6 Uhr, der Spätdienst um 13 Uhr. Das zeitige Aufstehen bereitet ihr keinerlei Schwierigkeiten: „Ich finde es super, dass ich immer pünktlich frei habe. Ab der Mittagszeit oder danach habe ich frei. Bei Bedarf kann ich, in Absprache mit meinen Kollegen, die Dienstzeit auch tauschen.“ Die Entscheidung pro FSJ bereut sie im Rückblick keinesfalls. Stattdessen hebt sie hervor: „Ich bekomme unfassbar viele Komplimente und ganz viel Dank von Patienten sowie Kollegen. Das tut gut und motiviert.“

Julia Limareva, die Freiwillige wie Auszubildende im St.-Marien-Hospital als Bereichsleiterin begleitet, würde sich über eine Entscheidung von Rutkowski zugunsten einer Ausbildung als Pflegefachkraft freuen. Überzeugt und engagiert tut die 37-Jährige, die gebürtig aus Russland stammt und selbst lange als Gesundheits- sowie Krankenpflegerin gearbeitet hat, alles, um junge Menschen von ihrem Beruf zu überzeugen: „Ich möchte für unsere Auszubildenden eine gute Lernatmosphäre schaffen. Durch die Unternehmensgröße herrscht in Lüdinghausen ein familiäres Miteinander, jeder kennt jeden. Die Praxisbegleiter sind nahe an den Auszubildenden und haben immer ein offenes Ohr.“

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