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Labore an Kapazitätsgrenze

PCR-Tests könnten länger dauern

Lüdinghausen

Lange Schlangen vor den Testzentren und Wartezeiten von bis zu 72 Stunden auf die Ergebnisse von PCR-Tests. Vielerorts ist derzeit Geduld gefragt. Christoph Schlütermann, DRK-Kreisvorsitzender, erklärt gegenüber den WN wie ausgelastet die Labore sind und welche Lösungen er andenkt.

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DRK-Kreisvorsitzender Christoph Schlütermann Foto: Kristian van Bentem

Bei der Auswertung von PCR-Tests kann es zurzeit zu einer Wartezeit von 48 bis 72 Stunden kommen, da die Labore stark ausgelastet sind. Diese Information steht auf einem Schild an der DRK-Teststelle im Rott.

Christoph Schlütermann, DRK-Kreisvorsitzender, erklärt die Situation wie folgt: „In den meisten Fällen liegt das Ergebnis noch immer in 24 Stunden vor, allerdings können wir es aufgrund der enormen Auslastung derzeit nicht gewährleisten.“ Gerade für Personen, die einen solchen Test für eine geplante Urlaubsreise benötigen, könnte das ärgerliche Konsequenzen haben. Den Unmut haben auch schon Schlütermann und seine DRK-Mitarbeiter zu spüren bekommen. „Die Leute sind dann so sauer, dass sie mit Klagen drohen“, erklärt Schlütermann.

Zudem seien PCR-Lolli-Tests in Kitas im Gespräch, doch diese würden weitere Laborkapazitäten binden, so Schlütermann, der darin ein logistisches Problem sieht. Zudem seien die Kita-Träger dafür verantwortlich, dass die Proben auch bei den Laboren ankommen. Hier müsse also die Kosten-Nutzen-Frage ganz genau abgewogen werden.

Die Schlangen an den Testzentren sind derzeit ohnehin noch einmal länger, da mit den 2G-plus-Regel ein höheres Testaufkommen einhergeht. Wenn ab dem heutigen Donnerstag (13. Januar) die neue Corona-Verordnung in Kraft tritt, müssen sich Personen, die bereits eine dritte Impfung erhalten haben, beispielsweise für den Besuch in der Gastronomie oder des Fitnessstudios nicht mehr testen lassen. „Für uns ist mit dieser neuen Regelung auch der Wunsch verbunden, dass sich die Leute dann auch noch einmal für den Booster entscheiden“, sagt Schlütermann und fügt hinzu: Es spreche gerade einfach nichts dafür, noch mit der Impfung zu warten. Die auf Omikron angepassten Impfstoffe kämen im Frühjahr für die aktuelle fünfte Welle viel zu spät.

Um das Impftempo noch einmal zu beschleunigen, sind seit dieser Woche auch Impfungen für spontan entschlossene Impfwillige ganz ohne Termin möglich. Zu den Öffnungszeiten des DRK-Impfzentrums bei „Schopp“ können sie sich „den Piks mal eben zwischendurch abholen“.

Darüber hinaus prüft der DRK-Kreisvorsitzende derzeit neue technische Möglichkeiten, die mit den PCR-Tests gleichzusetzen wären. Es gebe Diagnosegeräte, die das Corona-Virus auch mit einer 99,9-prozentigen Sicherheit nachweisen können und auf Schnelltest-Basis funktionieren. Das heißt, die Ergebnisse würden nach bereits 15 Minuten vorliegen und die langen Wartezeiten würden deutlich verkürzt. Derzeit bemühe er sich um eine Anerkennung der Geräte, informiert Schlütermann.

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