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Corona-Impfungen für Kinder und Jugendliche

Piksen mit besonderer Sorgfalt

Lüdinghausen

Die Termine waren heiß begehrt: Am Freitag hatten erstmals fünf- bis 17-jährige Kinder und Jugendliche die Möglichkeit, sich im Impfzentrum an der Seppenrader Straße einen Anti-Corona-Piks injizieren zu lassen.

-awi-

Die neunjährige Jette ließ sich gestern gegen das Coronavirus impfen. Foto: awi

Innerhalb von sieben Minuten, berichtet Christoph Schlütermann, seien alle 120 Termine weggewesen. Und so haben gestern Nachmittag und Abend im Impfzentrum an der Seppenrader Straße erstmals fünf- bis 17-jährige Kinder und Jugendliche einen Coronaschutzimpfstoff injiziert bekommen. Der Vorstand des DRK-Kreisverbands weiß: „Kinderimpfungen sind immer ein sensibles Thema.“ Das Team sei auf ausführliche Beratungen der Eltern eingestellt. Soll der Nachwuchs einen Anti-Corona-Piks erhalten, müssen Mutter und Vater zustimmen. Außerdem sei, so Schlütermann, eine „höhere Sorgfalt“ gefragt. Injiziert werde ein „spezieller Kinderimpfstoff“.

Jette hegte schon länger den „dringenden Wunsch“, sich den Piks abholen zu dürfen – und der erfüllte sich gestern. Die Neunjährige hat sich gemeinsam mit ihren Eltern für das Impfen entschieden, weil sie insbesondere ihre Oma schützen möchte, wie das Mädchen erzählt. Anschließend verschwindet es mit seiner Mama in der Impfkabine, lauscht dort bedächtig den Ausführungen der Ärztin und erträgt das Piksen tapfer. Zur Belohnung darf sich die Schülerin am Ausgang noch ein kleines Präsent aussuchen.

In der kommenden Woche impft das Team an zwei weiteren Tagen – am 22. und am 23. Dezember zwischen 14 und 20 Uhr – jeweils 120 Jungen und Mädchen im Alter von fünf bis 17 Jahren. Alle Termine sind längst vergeben, stets inklusive eines Datums für die Anschlussimpfung. „Somit haben wir bis Ende des Jahres 360 Kinder einmal geimpft“, rechnet Schlütermann vor. Am zweiten Standort in Coesfeld gibt‘s in 2021 zwei Zeitfenster, in denen ebenfalls ausschließlich Kinder und Jugendliche gepikst werden. Macht unterm Strich: 600. Eine beachtliche Zahl, dennoch leisteten die Teams in den Kinderarztpraxen den Löwenanteil, betont Schlütermann. Die beiden Impfzentren im Kreis Coesfeld seien „lediglich zusätzliche Möglichkeiten“, die Entlastung bringen sollen.

Ob die Anlaufstelle für Impfwillige im ehemaligen Autohaus Schopp an den Feiertagen geöffnet haben wird, sei abzuwarten, informiert der DRK-Vorstand. Er selbst glaubt, dass da kaum jemand kommen würde: Bereits der Donnerstag (23. Dezember) – und damit der Tag vor Heiligabend – sei noch nicht ausgebucht. Und: „Das Personal ist ohnehin überstrapaziert.“

Eine Übersicht über alle Termine mit Anmelde-Option gibt‘s online unter https://impfstellen-drk-coe.de/standort/impfzentrum-lud/.

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