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Kriminalitätsstatistik 2021

Rauschgift ist das große Sorgenkind

Lüdinghausen

Auch für Lüdinghausen werden für die meisten Kriminalitätsbereiche sinkende Zahlen gemeldet. So sank die Zahl der Körperverletzungen von 98 auf 79, die Ladendiebstähle von 48 auf 27, Kfz-Diebstähle von acht auf zwei und Wohnungseinbrüche von 29 auf 15.

Von Andreas Krüskemper

Kreisdirektor Dr. Linus Tepe, Abteilungsleiter Polizei Thomas Eder und Direktionsleiter Kriminalität Guido Meinert stellten am Montag in Coesfeld die Kriminalitätsstatistik 2021 vor. Foto: Andreas Krüskemper

„Die Bürgerinnen und Bürger im Kreis Coesfeld leben sicher“, so lautet das Fazit von Kreisdirektor Dr. Linus Tepe bei der Vorstellung der Kriminalstatistik 2021 am Montag in Coesfeld. Die Kriminalitätshäufigkeitszahl (Anzahl der Kriminalitätsfälle pro 100 000 Einwohner) ist von 4811 auf 4659 gesunken und liegt rund 30 Prozent unter dem Landesdurchschnitt (6703).

Was laut Polizeichef Thomas Eder besonders auffällt, sind die gestiegenen Zahlen bei den Rauschgiftdelikten: Die Zahl stieg im Kreis von 474 Fällen im Vorjahr auf 643 Fälle im Jahr 2021. Das liegt jedoch nicht am erhöhten Konsum, sondern an der Aufdeckung: In zwei Fällen ermittelter Händler in Lüdinghausen und Nordkirchen konnten durch die Auswertung der auf den Handys gespeicherten Informationen weitere 100 Konsumenten ermittelt werden. Auch die Zahl der ermittelten Rauschgiftdelikte bei Verkehrskontrollen stieg an: 204 Fahrzeugführer unter Drogeneinfluss wurden 2021 festgestellt, im Vorjahr waren es 127.

Fälle von Kinder- und Jugendpornografie

Ein weiteres Sorgenkind ist die steigende Zahl der Fälle von Kinder- und Jugendpornografie, vor allem bei jungen Tätern. 28 der Täter waren im Alter von 14 bis 18 Jahren, 46 waren unter 21. „Gerade bei Schülern fehlt ein entsprechendes Unrechtsbewusstsein“, so Eder. Ein Schüler stelle ein entsprechendes Bild in die WhatsApp-Gruppe der Klasse und alle Mitglieder der Gruppe seien dadurch automatisch Täter wegen Besitzes pornografischer Schriften. Hier sei eine deutliche Aufklärung durch die Erziehungsberechtigten notwendig.

Positiv zu vermerken ist laut Direktionsleiter Guido Meinert, dass die Zahl der Wohnungseinbrüche mit 144 ein Allzeittief erreicht hat. Das dürfte allerdings nicht so bleiben: In den ersten sechs Wochen diesen Jahres wurden bereits 78 Einbrüche gemeldet.

Einbrüche: Verstärkt wirksame Schutzmaßnahmen

Positiv ist jedoch, dass es bei 47 Prozent (Vorjahr: 45 Prozent) beim Versuch geblieben ist, die Eigentümer also verstärkt wirksame Schutzmaßnahmen ergreifen.

Auch für Lüdinghausen werden für die meisten Kriminalitätsbereiche sinkende Zahlen gemeldet. So sank die Zahl der Körperverletzungen von 98 auf 79, die Ladendiebstähle von 48 auf 27, Kfz-Diebstähle von acht auf zwei und Wohnungseinbrüche von 29 auf 15. Gestiegen sind hingegen die Zahlen bei Rauschgiftdelikten von 100 auf 136 und bei Sachbeschädigungen von 138 auf 159.

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