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Ehemaliger Bürgermeister von Taverny

Raymond Demanet verstorben

Lüdinghausen

Er gehörte zu den Gründervätern der deutsch-französischen Städtepartnerschaft zwischen Lüdinghausen und Taverny – obwohl er selbst als Soldat den Krieg beider Länder miterlebt hatte. Jetzt ist der frühere Bürgermeister Raymon Demanet im Alter von 91 Jahren verstorben.

wn

Zum 30-jährigen Bestehen der Städtepartnerschaft zwischen Lüdinghausen und Taverny wurde 2017 ein Baum gepflanzt. Foto: Stadt Lüdinghausen

Raymond Demanet, Bürgermeister in Taverny von 1983 bis 2001, ist im Alter von 91 Jahren verstorben, wie jetzt die Deutsch-Französische Gesellschaft Lüdinghausen in ihrem Pressetext mitteilt. Demanet gehörte zu den Gründervätern der Städtepartnerstadt und unterschrieb mit Lüdinghausens ehemaligem Bürgermeister Josef Holtermann am 15. September 1987 den „Friedens- und Freundschaftsvertrag“ zwischen Lüdinghausen und Taverny. Auf Initiativen von Holtermann und Demanet wurden damals die deutsch-französischen Gesellschaften unter Leitung von Aloys Beuers und Marc Ozanne gegründet.

Selbst als junger Soldat im zweiten Weltkrieg eingesetzt, setzte sich Demanet zeit seines Lebens für Völkerfreundschaft und gute Beziehungen zu Deutschland ein. Als führender Gewerkschaftler in der Stahlindustrie informierte er sich in den 50-er Jahren über die Arbeitsbedingungen der deutschen Stahlarbeiter im Ruhrgebiet.

Trauer und große Dankbarkeit

Über Voraussetzungen für eine gelingende Städtepartnerschaft sagte Demanet: „Um effektiv zusein, darf sich eine Städtepartnerschaft nicht mit episodischen Begegnungen zwischen einigen wenigen Prominenten begnügen, sondern sie muss die betroffenen Bevölkerungen mischen und sportliche und kulturelle Begegnungen fördern.“

„Dieses sind die Ziele, die sich sowohl die Deutsch-Französische Gesellschaft als auch das Partnerschaftskomitee auf ihre Fahnengeschrieben haben. Beide Partnerschaftsgesellschaften blicken voll Dank auf Raymond Demanet zurück“, heißt es abschließend.

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