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Löschzug Seppenrade übt in Abrisshaus

Rettung in Rauch und ohne Sicht

Seppenrade

Das Mehrfamilienhaus mit der ehemaligen Kfz-Werkstatt Beeck an der Dülmener Straße wird bald abgerissen. Ideale Bedingungen für ein ganztägiges Seminar des Löschzugs Seppenrade. Die Feuerwehrkameraden probten in dem Gebäude unter anderem einen Gasalarm-Einsatz und die Rettung Verletzter aus verrauchten Räumen.

Michael Beer

Sicherheit geht über alles: Hier testen die Feuerwehrleute gegenseitig, ob die Atemschutzmasken richtig sitzen, ehe sie in das verrauchte Gebäude gehen. Foto: Michael Beer

Bevor das Mehrfamilienhaus mit der ehemaligen Kfz-Werkstatt Beeck an der Dülmener Straße dem Erdboden gleichgemacht wird, um einem neuen Wohn- und Geschäftshaus zu weichen, nutzte der Löschzug Seppenrade der Freiwilligen Feuerwehr das Gebäude jetzt für einen ganzen Übungstag. Insgesamt 18 Wehrleute nahmen daran teil.

Vier Übungen hatte Stefan Badelt ausgearbeitet, unterbrochen nur von einem gemeinsamen Mittagessen. Bestandteile des Trainings waren: Übungen mit dem Atemschutzgerät, Orientierung unter Nullsicht, Training von Atemschutznotfällen und der digitalen Atemschutzüberwachung.

Bei der ersten Übung hatte sich ein Zimmerbrand entwickelt, zwei Personen wurden vermisst. Der Rauch zog sich über zwei Stockwerke. Eine bewusstlose Person musste durch das Treppenhaus, eine weitere über die Leiter gerettet werden. Ein Gasalarm wurde in der zweiten Übung simuliert. Nach Wartungen an einer Therme war Gas ausgetreten, so das Szenario. Personen mussten aus dem Gebäude geholt und die Gaszufuhr unterbrochen werden. Bis dahin herrschte „Explosionsgefahr“. Bei einem ausgedehnten Kellerbrand mit vermissten Personen wurde die Belüftung des Brandobjektes geprobt. Menschen mussten ohne Sicht in dem durch eine Nebelmaschine verrauchten Keller gesucht und aus dem Gefahrenbereich gebracht sowie Anwohner aus dem verrauchten Treppenhaus mit Fluchthauben gerettet werden.

Atemschutznotstand

Bei einem Wohnungsbrand im ersten Obergeschoss wurde der Zugang mit Atemschutz über tragbare Leitern geübt. Dabei trat ein „Atemschutznotstand“ ein, die Rettung „verunglückter“ Feuerwehrleute wurde geprobt.

„Für die Kameraden war das sicherlich ein recht anstrengender, aber auch ein sehr lehrreicher Tag, der für den Notfall mehr Sicherheit bei der Arbeit geben wird“, so das Fazit der Feuerwehr.

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