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Heimatverein Seppenrade legt Buch mit alten Ortsansichten auf

Rosendorf (vor-)gestern und heute

Seppenrade

Alte und junge Ansichten Seppenrades hat die Archivgruppe des Heimatvereins Seppenrade in einem Bildband gegenüber gestellt. Beim Blättern erfahren die Leser zudem viel Interessantes über die Entwicklung des Rosendorfes in den vergangenen rund 150 Jahren. Dabei haben sich die einzelnen Autoren jeweils einem Straßenzug gezielt gewidmet.

Von Peter Werth

Diese Mitglieder der Archivgruppe des Heimatvereins Seppenrade haben das Buch verfasst (v.l.): Ulrike Offermann, Antonius Bielefeld, Josef Brathe, Theo Funhoff, Dieter Böhle und Bernd Gockel (es fehlen Michael Grundhöfer und Paul Thier).Die Scheune Hellkuhl stünde in heutiger Zeit mitten auf der Kreuzung durch das Rosendorf. Das Bild stammt aus dem Jahr 1940. Aktuell ergibt sich dieser Blick auf den Straßenverlauf in der Dorfmitte mit Blick in Richtung Dattelner Straße. Foto: Peter WerthHeimatverein Seppenrade

Dorfidylle pur vermitteln viele der alten Aufnahmen aus dem Rosendorf, die ältesten entstanden um 1910. Sie alle stammen aus dem Fundus der Archivgruppe des Heimatvereins Seppenrade. Dessen Akteure haben sich über zwei Jahre akribisch mit dem Thema alte und neue Ansichten des Rosendorfs beschäftigt. „Corona hat uns aufgehalten“, sagt dazu Ulrike Offermann. Herausgekommen ist bei der aufwendigen Arbeit allerdings ein über 60 Seiten umfassender Bildband, in dem alte und neue Ansichten markanter Punkte im Ortsbild gegenübergestellt werden – wenn möglich in gleicher Perspektive.

Die Scheune Hellkuhl stünde in heutiger Zeit mitten auf der Kreuzung durch das Rosendorf. Das Bild stammt aus dem Jahr 1940. Foto: Heimatverein Seppenrade

Dass das nicht immer einfach war, erklärt einer der Mitautoren. „Früher sind viele Fotos anscheinend von einer Leiter aus gemacht worden“, sagt Josef Brathe. Neben ihm gehören dem Autoren-Team noch Ulrike Offermann, Bernd Gockel, Theo Funhoff, Dieter Böhle Michael Grundhöfer, Paul Thier und Antonius Bielefeld, der Leiter der Archivgruppe, an. Doch mit der Gegenüberstellung der Fotos belassen es die Verfasser längst nicht. Die Leserinnen und Leser erfahren zudem viel Interessantes über die Entwicklung des Rosendorfes in den vergangenen rund 150 Jahren. Dabei habe sich jeder der Mitstreiter gezielt mit einem Straßenzug beschäftigt, erläutert Bielefeld.

Kein Weg führte nach Haltern

So zeigt etwa der Auszug einer alten Karte von 1827, dass es damals keine befestigte Verbindung zwischen Seppenrade und Haltern gegeben hat. Noch 1859 heißt es in einem Bericht, dass die Wege der Gemeinde Senden „nicht von besonderer Erheblichkeit“ seien. Dazu sei „auch der Weg nach Haltern zu rechnen“. Und, so Brathe, so habe die erste Verbindung dann Hullern gleich links liegen gelassen.

Aktuell ergibt sich dieser Blick auf den Straßenverlauf in der Dorfmitte mit Blick in Richtung Dattelner Straße. Foto: Heimatverein Seppenrade

Viele der in dem Band dargestellten Häuser bestehen heute nur noch in der Erinnerung einiger weniger Seppenrader. Sie mussten dem wachsenden Dorf weichen, standen anderen Planungen im Weg. Dazu zählt auch das „Armenhaus“, das schon 1933/34 dem erhöhten Verkehrsaufkommen im Dorf weichen musste und am Rande der Wolfsschlucht wieder aufgebaut wurde. „Dort fristet es zurzeit ein trostloses Dasein“, heißt es in dem Buch. Nur noch als Erinnerung besteht auch die „Katenbergmühle“, die 1918 abgerissen wurde.

„Wir haben viele Gespräche mit alten Seppenradern geführt“, sagt Bielefeld. So sollte ein möglichst authentisches Bild der alten Zeit entstehen. Das Buch, sagt Gockel, sei nicht nur für die „eingeborenen“ Seppenrader gedacht, sondern auch für die Neubürger, die mehr über die Historie ihrer neuen Heimat erfahren könnten.

Das Buch „Seppenrader Ortsgeschichte am Beispiel der Veränderungen in den Ortsstraßen“ gibt es für zwölf Euro bei Lüdinghausen Marketing (Lüdinghausen, Borg 4), in der Sparkassen-Filiale (Hauptstraße) sowie im Geschäft „Blütenwerk“ (Hauptstraße). 

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