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Bürgerbusverein setzt weiterhin auf bewährte Coronavirus-Hygienemaßnahmen

Schutz für Fahrer und Gäste

Lüdinghausen

Zufrieden sind die Verantwortlichen des Bürgerbusvereins mit dem Restart nach der Corona-Zwangspause. Allerdings dürften es noch mehr Fahrgäste sein.

wn

Alle Corona-Hygienevorschriften ließen sich im Bürgerbus einhalten, versichert der Verein. Er hofft, dass sich die Fahrgastzahlen bald wieder auf Normalniveau einpendeln. Foto: Bürgerbusverein

Eine erste positive Bilanz hat der Bürgerbusverein Lüdinghausen nach dem Neustart des Fahrbetriebes Anfang Juni gezogen. Zuvor hatten die Busse seit Mitte März wegen der Corona-Pandemie in ihren Garagen gestanden.

Zwar hätten die Juni-Fahrgastzahlen (411) nicht das Vorjahresergebnis für den gleichen Monat (613) erreicht, aber das sei auch nicht zu erwarten gewesen, teilen die Verantwortlichen in einem Pressebericht mit. Die Folgen des Lockdowns seien weiterhin in vielen Lebensbereichen spürbar, so auch im Bürgerbusbetrieb.

Positiv sei, dass die Fahrgäste die Hygienebestimmungen, wie etwa die Mund-Nasen-Maskenpflicht, vorbehaltlos akzeptierten, so dass ein reibungsloser Ablauf gewährleistet sei, versichert Fahrdienstleiter Helmut Hugot. Sollte jemand mal seine Maske vergessen haben, konnte und kann er einen solchen Schutz im Bus für einen Euro erwerben.

Anfang 2021 soll es einen neuen Fahrplan geben

Aber auch fast alle Fahrer hätten sich mittlerweile bereiterklärt, ihren ehrenamtlichen Dienst zu leisten. Da sie sich überwiegend im Rentenalter befinden, gehören sie zur Corona-Risikogruppe, heißt es.

Weitgehend geschützt seien Personal und Fahrgäste im Lüdinghauser Bürgerbus durch eine Trennscheibe. Müssen die Fahrer Hilfestellung beim Ein- und Aussteigen leisten, stehen ihnen FFP2-Schutzmasken zur Verfügung. Desinfektionstücher – für Hände und Gegenstände – sind ebenfalls im Bus deponiert. Außerdem steht ein Spender für Desinfektionsflüssigkeit bereit, dessen Nutzung für Fahrgäste freiwillig ist.

Der Bürgerbusverein Lüdinghausen habe somit alle bestehenden Schutzbestimmungen berücksichtigt und wende sie an, um ein sicheres Mitfahren zu gewährleisten, versichert der Bürgerbusvorstand – insbesondere den Fahrgästen mit einem Schwerbehindertenausweis. Denn es falle auf, dass in der aktuellen Juni-Statistik vor allem viele Fahrgäste dieser Gruppe fehlten, informiert der Verein. Aber auch die Sommerferien und damit das Ausbleiben der Schüler vom Bahnhof zum Berufskolleg seien spürbar.

„Wir rechnen nun mit einem kontinuierlichen Anstieg der Fahrgastzahlen in den kommenden Monaten“, schaut der Vorsitzende Dr. Norbert Lütke Entrup optimistisch nach vorn. Denn im Januar seien 783 Fahrgäste gezählt worden, im Februar 781. Der Vorstand hofft, dass sich die Zahlen bis Ende 2020 konsolidieren werden. Und mit Blick auf das kommende Jahr rechnet der Bürgerbusverein mit einer weiteren positiven Entwicklung: „Voraussichtlich Anfang 2021 wird ein neuer Fahrplan in Kraft treten, der vor allem vormittags ein besseres Angebot bieten wird“, verrät Lütke Entrup. Wichtigste Voraussetzung dafür sei aber, dass es keinen neuen Lockdown gebe.

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