Projekt „Gesundheitsregion Münsterland“

Stadt wird Modellkommune

Lüdinghausen

Lüdinghausen beteiligt sich an dem Projekt „Gesundheitsregion Münsterland“. Das beschlossen die Mitglieder des Haupt- und Finanzausschusses am Dienstagabend einstimmig.

Peter Werth

Referentin Nicola Grade Foto: wer

Die Stadt Lüdinghausen wird sich an dem Projekt „Gesundheitsregion Münsterland“ beteiligen. Das beschloss am Dienstagabend der Haupt- und Finanzausschuss bei einer FDP-Enthaltung einstimmig. Es geht um Fragen rund um das Thema Gesundheit und Sicherung sowie Erhalt medizinischer Versorgung vor Ort. Das Projekt ist auf zwei Jahre angelegt, wie Referentin Nicola Grade vom Netzwerk Gesundheitswirtschaft Münsterland erläuterte. Insgesamt fünf Kommunen aus den vier Münsterland-Kreisen sind exemplarisch für das Projekt ausgewählt worden.

Im Ergebnis gehe es nicht zuletzt darum, das bestehende System von ärztlicher Versorgung zunächst zu analysieren und daraus Schlüsse für die Zukunft zu ziehen. Vorbeugend könnten so Lösungsmöglichkeiten aufgezeigt werden, dem Fachkräftemangel in Medizin, Pflege und Therapie rechtzeitig zu begegnen. Dabei, so betonte Grade, müssten die Akteure vor Ort mit ins Boot geholt werden – das Krankenhaus, die Mediziner, aber auch Pflege- und Therapieeinrichtungen.

Die entsprechenden Untersuchungen führt das Netzwerk in Kooperation mit der Fachhochschule Münster sowie der Entwicklungs- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft (EWG) Rheine durch. Dazu gehörten unter anderem verschiedene Workshops, an denen sich Vertreter der Stadt, der Politik und natürlich aus dem Gesundheitssektor beteiligen sollen. „Lüdinghausen ist ausgewählt worden, weil es hier derzeit eine gute Versorgungssituation gibt“, sagte Grade. Und das solle natürlich auch so bleiben. Das Projekt liefere datenbasierte Hilfestellungen, dies Ziel zu erreichen. Ein weiterer Vorteil der Teilnahme für die Stadt sei die Chance zum interkommunalen Austausch zwischen den Projektbeteiligten. Start der Arbeit sei für Lüdinghausen für den Mai 2021 geplant.

Bürgermeister Richard Borgmann erklärte, dass es dazu bereits Kontakt mit dem St.-Marien-Hospital gebe. Das stehe dem Projekt positiv gegenüber. Michael Spiekermann-Blankertz (SPD) begrüßte die Entscheidung, sich an dem Projekt zu beteiligen, ausdrücklich: „Es macht Sinn, dem Fachkräftemangel proaktiv zu begegnen.“ Zur Frage der Finanzierung der Teilnahme erklärte Grade, man benötige lediglich Räumlichkeiten für die Workshops und „vielleicht einen kleinen Snack“.

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