Müll nach dem Böllern: Bürger beschweren sich nur online

Stadt zieht Silvester-Bilanz

Lüdinghausen

Ganz unterschiedlich fällt die Müll-Bilanz nach der Silvester-Knallerei aus: Im Internet wird gemeckert, aber im Rathaus hat sich jedoch niemand beklagt.

Annika Wienhölter

An Neujahr gilt es, den Besen in die Hand zu nehmen: Wer während der Silvester-Sause Raketen und Böller in die Luft jagt, ist selbst dafür verantwortlich, hinterher den Müll zu beseitigen. Foto: Matthias Ahlke

Alle Jahre wieder: Gleich mehrere Steverstädter haben sich an Neujahr in der „Du bist Lüdinghauser, wenn . . .“-Facebook-Gruppe über den Dreck beschwert, der nach dem Böllern in der Silvesternacht liegen geblieben ist. Unter anderem am Struckhaus und an der Rialtobrücke muss das der Fall gewesen sein. „Egal wer verantwortlich ist, das ist in jedem Fall eine Frechheit! Spaß haben und den Müll anderen überlassen, geht gar nicht!“, lautet beispielsweise ein Kommentar zu den geposteten Fotos.

Die Aufregung in dem sozialen Netzwerk überrascht allerdings angesichts der Aussage der städtischen Pressesprecherin Anja Kleykamp: „Es gab keine einzige Beschwerde“, antwortet sie auf die Frage der WN, ob sich Bürger im Rathaus über die Reste von Raketen und anderen Knallkörpern beklagt haben. Sie stellt klar: „Wer den Müll verursacht, muss ihn auch wieder wegmachen.“ Veranstalter größerer Events seien wiederum dafür verantwortlich, die Feuerwerk-Spuren ihrer Gäste zu beseitigen.

Nach Einschätzung der Stadt ist die Silvester-Müll-Menge seit Jahren „in etwa gleich“, bilanziert Kleykamp.

Startseite