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Aktion „Lünkhusen Steens“

Steinkette entsteht in der StadtLandschaft

Lüdinghausen

Über 70 Lüdinghauser sind inzwischen in der Facebook-Gruppe „Lünkhusen Steens“ organisiert. Sie bemalen Steine mit fantasievollen Motiven und setzen sie unter anderem in der StadtLandschaft zwischen den Burgen Vischering und Lüdinghausen aus.

Peter Werth

Auch Dennis Sonne bemalt Steine als ein Symbol für Verbundenheit und Hoffnung auch in der Corona-Krise. Foto: Peter Werth

Marienkäfer, Fische, Blumen und natürlich Osterhasen – die bemalten Steine, die derzeit in der StadtLandschaft zwischen den Burgen Lüdinghausen und Vischering zu finden sind, haben die unterschiedlichsten Motive. Aufgerufen zu dieser Malaktion hat eine Facebook-Gruppe unter dem Namen „Lünkhusen Steens“. Und die findet immer mehr Anhänger. Über 70 Lüdinghauser sind mittlerweile in ihr organisiert. Einer von ihnen ist Dennis Sonne, der gemeinsam mit seiner Frau Marie auch schon das eine oder andere Exemplar beigesteuert hat.

Die Idee, bemalte Steine „auszusetzen“, stamme wohl ursprünglich aus Griechenland, erzählt Sonne. Dort finde man sie oft an den Stränden der Inseln. Angesichts der Corona-Krise bekommen sie aber eine ganz neue Bedeutung. „Es soll ein Zeichen der Verbundenheit sein, obwohl man eben derzeit nicht zusammensein kann“, sagt der Lüdinghauser.

Dennis Sonne

Mittlerweile seien die fantasievoll bemalten Steine auch an ganz anderen Stellen in der Stadt, unter anderem im Rosendorf, zu finden. Ein Zeichen, dass in Corona-Zeiten die Menschen auch symbolisch ihre Zusammengehörigkeit dokumentieren wollten, findet Sonne.

Steine zu finden, sei indes nicht schwierig. Sie lägen ja schließlich fast überall. „Wir finden schöne Objekte vor allem im Bereich des Klutensees“, erzählt er. Kontakt mit anderen Steinmalern habe er nicht – aus eben den bekannten Gründen. Aber über die Facebook-Gruppe gebe es doch einen regen Austausch.

Die für die StadtLandschaft geplante Steinkette sollte nicht unterbrochen werden, so der Plan der Initiatoren. Vielmehr wüschen sie sich, dass sie möglichst weit fortgeführt wird. An anderer Stelle könne man aber Steine aufsammeln und anderem Ort wieder aussetzen, sagt Sonne.

Einen ganz praktischen Aspekt hat für das Ehepaar die Aktion „Lüdinghusen Steens“ auch schon für sich entdeckt. Marie und Dennis Sonne haben für ihren Kräutergarten Steine mit den Namen der dort ausgesäten Pflanzen gestaltet.

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