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„Bergfest“ im Festzelt: Vereine geben ihr Bestes

Stimmungshoch in Tetekum

Seppenrade

Einen besseren Auftakt zum Schützenfest in Tetekum hätte es kaum geben können. Darin war sich das Publikum nach dem „Bergfest“ am Mittwochabend einig. Heimische Akteure boten ein buntes Programm mit Musik, Parodie und Tanz.

Von Michael Beer

Ein Großaufgebot heimischer Akteure bot am Mittwochabend im Festzelt der Tetekumer Schützen das „Bergfest“. Foto: Michael Beer

Ein tolles Publikum, ein souveräner Moderator, viele Akteure, die endlich mal wieder auf den Brettern standen, die die Welt bedeuten. Ein Bürgermeister, der die Stimmung im voll besetzten Festzelt genoss. Ukrainische Flüchtlinge, die sich über den Sekt beim Empfang und vor allem über die Tanzgruppen freuten. Das „Bergfest“ der vierten Kompanie der St.-Johanni-Schützenbruderschaft Tetekum war eine gelungene Veranstaltung und ein guter Start ins Schützenfest, das an diesem Wochenende gefeiert wird.

General Antonius Vormann erzählte, wie er im Beisein der berittenen Offiziere auf die Idee kam, das Festzelt mit einem besonderen Event zu füllen, bevor er dann das Mikrofon an Klaus Bücker übergab, der durch den bunten Abend führte. Die Jagdhornbläser des Hegerings eröffneten das kurzweilige Programm. Magnus Nibbenhagen und Andreas Westrup vom plattdeutschen „Staatstheater“ warben nicht nur für die plattdeutsche Sprache, sondern auch für die Aufführungen der Laienspielschar im November. Die Tanzgruppe „Dancing Queen“ aus Tetekum gab an diesem Abend ihre Abschiedsvorstellung, da die jungen Damen in Zukunft nur noch mit den Tetekumer Funken auftreten werden.

Szenen des plattdeutschen „Staatstheaters“

Schöne Momente der nun schon sechsjährigen Amtszeit entlockte Klaus Bücker dem amtierenden Königspaar, Reinald Spräner und Irene Schulze auf´m Hofe. „Nehmen sie Grün Frau Kühn“, ein Evergreen der Peheiros, trugen Klaus Bücker und Dieter Tüns vor, unterstützt von grün gekleideten Frau der Frauengemeinschaft. Nur mit Händen und Füßen und ohne Instrumente rappte die Rhythmikergruppe des Spielmannszuges über die Bühne. Stehenden Applaus und Begeisterungsstürme gab es für Erika Schubert und Iris Brinkmöller als „Stimmen des Jahrhunderts“, Luciano Pavarotti und Montserrat Caballé – Atemberaubend die Mimik und Kostümierung.

Vier Märsche des „Klingenden Spiels“

Nach einer kurzen Pause setzte das „Klingende Spiel“ das Programm mit vier Märschen fort. Die Ambossfunken brachten mit ihrer Tanzdarbietung die Bühne zum Beben, die sie ohne Zugabe nicht verlassen durften. Als Göttinnen verkleidet führten Frauen der KFD auf eine Zeitreise ins antike Hellas. Trachten und Tanz der Tetekumer Funken ließen die Stimmung im Zelt noch weiter ansteigen, bevor Bürgermeister Ansgar Mertens und Antonius Vormann allen Vereinen mit einer Urkunde für ihre Teilnahme dankten.

König Reinhald Spräner singt „Freiheit“

König Reinald Spräner sorgte beim großen Finale für einen emotionalen Höhepunkt und Gänsehaut im Publikum. Er erinnerte an Hunger und Not in der Welt und den Krieg in der Ukraine, wo Menschen Hab und Gut verlieren und das Land verlassen, um bei uns Schutz zu suchen. Dann trat er als Solosänger auf. „Ich kann zwar nicht singen, bin aber mutig“, sagte er. Dann trug er das Lied „Freiheit“ von Marius Müller-Westernhagen vor, begleitet von seinem Sohn Sebastian auf dem Keyboard. Besser hätte ein solcher Abend nicht enden können.

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