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Kostenlos ins Internet

Surfen am Steverstrand

Lüdinghausen

Die Stadt Lüdinghausen zeigt sich gegenüber den Besuchern der Borg spendabel: Kostenlos ist ab sofort das WLAN-Angebot in diesem Bereich der City. Die Stadt lässt sich den Zugang zum Internet für ihre Bürger etwa 1000 Euro pro Jahr kosten.

Werner Storksberger

Jetzt ist das innerstädtische Strandvergnügen komplett: In der neu gestalteten Borg kann man neuerdings auch surfen. Natürlich nicht mit dem Brett auf der Stever, sondern mit dem Tablet auf der Bank. Die Stadt Lüdinghausen spendiert den Besuchern dieser innerstädtischen Ruhe- und Erholungszone den Internet-Zugang per WLAN – und zwar kostenlos. „Das ist die Abrundung der Borg-Umgestaltung“, versicherte gestern Stadt-Pressesprecher Armin Heitkamp bei der Vorstellung des neuen digitalen Angebots der Stadt Lüdinghausen. „Das macht unsere Innenstadt noch interessanter.“

WLAN in der Innenstadt ist nicht neu. Schon vor gut fünf Jahren beschäftigte sich Lüdinghausen-Marketing damit. Eingeführt wurde der drahtlose Zugang zum Internet allerdings noch nicht. Mittlerweile ist die Technik, aber auch die Nutzungsmöglichkeit durch Tablet-PC und Smartphones deutlich größer geworden. Den Anstoß, sich noch einmal mit dem Thema zu beschäftigen, bildete im vergangenen Jahr ein Antrag der SPD.

„Wir haben das Thema intensiv geprüft“, versicherte Matthias Kortendieck, Fachbereichsleiter Zentrale Dienste. Es geht nämlich nicht nur um die Technik. Auch rechtliche Fragen mussten geklärt werden. Problematisch wird es nicht zuletzt dann, wenn die Stadt als Anbieter des WLAN-Netzes auftritt. Diese juristische Klippe hat die Stadt jedoch umschifft: Sie arbeitet mit dem Berliner Unternehmen „Hotsplotz“ zusammen. Die Firma betreibt bundesweit 5687 Netze.

Das kostenlose Angebot für die Bürger oder Besucher muss natürlich finanziert werden. Die Stadt investierte dafür an einmaligen Kosten etwa 1500 Euro – beispielsweise in Form einer kleinen Antenne, die auf dem Dach des Rathauses angebracht worden ist. Pro Monat zahlt die Stadt 79 Euro als Benutzungsgebühr. „Das ist gut investiertes Geld“, war sich Armin Heitkamp gestern sicher. Der zwischen der Stadt und dem Unternehmen geschlossene Vertrag läuft über 36 Monate. „Wir wollen zunächst einmal Erfahrungen sammeln“, so Kortendieck. Auch Heitkamp geht davon aus, dass die Steverstadt mit diesem Internet-Angebot eine Vorreiterrolle unter den heimischen Kommunen übernommen hat.

Das Netz, für das man sich einmal anmelden muss, erstreckt sich quasi über die gesamte Borg. Selbst im vorderen Bereich der Stadtbücherei ist es noch zu nutzen. Die Stadt Lüdinghausen hat den Surfern allerdings leichte Fesseln angelegt. Die Nutzungsdauer pro Gerät und Tag ist auf eine Stunde begrenzt. Nicht nur diese Maßnahme hat auch Jugendschutz-Hintergründe. Auch die zweite Nutzungsbeschränkung erfolgt aus diesem Grund: Ein Jugendschutzfilter wurde hinterlegt. Nicht jede „schmuddelige“ Internetseite kann daher geöffnet werden.

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