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Burg Kakesbeck soll aus dem Dornröschenschlaf geweckt werden

Tafelrunde zur Ideensammlung

Lüdinghausen

In die Burg Kakesbeck könnte bald wieder Leben einziehen. Erst Ideen wurden jetzt auf Einladung des Vereins Münsterland e.V. gesammelt. Kulturschaffende und Gastronomen, Einzelhändler und Vereine schmieden bereits Pläne.

-mfe-

Die erste Tafelrunde in der Burg Kakesbeck sammelte Ideen für eine künftige Nutzung der historischen Gemäuer. Foto: Marion Fenner

Die letzte echte Tafelrunde der Ritter auf der Burg Kakesbeck dürfte mehrere Hundert Jahre zurückliegen. Nun fand wieder eine Tafelrunde statt – allerdings ohne Ritter, sondern mit Menschen aus Lüdinghausen, die die Burg wieder zum Leben erwecken wollen. Der Münsterland e.V. hatte zu dieser Tafelrunde eingeladen, um Ideen zu sammeln, wie die Burg, die 830 zum ersten Mal erwähnt wurde und die derzeit immer noch restauriert wird, aus dem Dornröschenschlaf geweckt werden könnte.

Ideen sprudelten

Hildegard Grewing vom Vorstand der Stiftung „Dr. Wilfried und Hildegard Grewing – Burg Kakesbeck“ freute sich, dass so viele Gäste der Einladung gefolgt haben und die Burg wieder mit Leben füllen wollen. Christine Kolm vom Münsterland e.V., die zuständig ist für die Schlösser- und Burgenreigion, hatte Vertreter von Vereinen, lokalen Bildungseinrichtungen, Hotels, Einzelhandel

 , Gastronomie und Kultureinrichtungen eingeladen, um mit ihnen über die künftigen Möglichkeiten der Nutzung von der Kakesbeck zu diskutieren.

Schon bei der Vorstellungsrunde in der Bibliothek sprudelten die Ideen. Zum einen wird die Stiftung Zauberkunst in die Burg einziehen. Ein paar Jahre werden bis zu dem Umzug doch noch ins Land gehen, erklärte Architekt Bernd Sparenberg, der auch zum Vorstand der Stiftung gehört.

Nachhaltigkeit

Die Bürgerstiftung Lüdinghausen könnte sich ebenfalls eine Nutzung der Räume vorstellen, aber auch die Volkshochschule würde die die Räumlichkeiten gerne bespielen, wie die Leiterin Andrea Bauhus betonte. Wein- und Bierproben, Vorträge, musikalische oder kulinarische Veranstaltungen ..., jeder hatte Vorschläge, um die Burg für die Allgemeinheit erlebbar zu machen. Das Biologische Zentrum – „Wir haben vor alle Interesse an Nachhaltigkeitsprojekten im Außenbereich“, sagt Dr. Marion Jekat – könnte sich eine Kooperation gut vorstellen. Für Filmprojekte sei die Burg eine gute Kulisse, kam ein Vorschlag aus der Runde.

Führung durch die Burg

Sparenberg lud die Gäste noch zu einer Führung ein. Der Gewölbekeller und der Rittersaal sind neben der Bibliothek fast fertiggestellt – die Gäste waren beeindruckt, die meisten von ihnen hatten die Burg noch nie von innen gesehen. Einige planten vor den geistigen Auge vor den Ritterrüstungen neben dem Kamin schon erste Veranstaltungen. Auf dem neu errichteten Turm fehlt nur noch das Dach und dann könnte der Innenhof eine Außengastronomie beherbergen.

Viele Pläne – doch wirklich nutzbar sei die Burg aktuell noch nicht, bedauerte der Architekt. Die Baubehörden hätten ihr Okay noch nicht gegeben. Es fehle derzeit noch der zweite Rettungsweg und auch in Sachen Barrierefreiheit sei noch einiges zu tun. Bei einer zweiten Tafelrunde könnten die Pläne schon konkreter werden.

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