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Jahreshauptversammlung des Heimatvereins Lüdinghausen

Trotz Corona viel geschafft

Lüdinghausen

Die Aktiven des Heimatvereins Lüdinghausen haben sich von der Corona-Pandemie nicht ausbremsen lassen. Trotz erschwerter Bedingungen wurden 2020 und 2021 zahlreiche Projekte verwirklicht.

Zur Jahreshauptversammlung des Heimatvereins Lüdinghausen begrüßte dessen Vorsitzender Alfred Focke (stehend) die Mitglieder im Hotel „Zur Post“. Foto: Heimatverein

Die Neuwahl des kompletten Vorstands sowie ein Rückblick auf die Aktivitäten standen bei der Jahreshauptversammlung des Heimatvereins Lüdinghausen im Mittelpunkt. Bestätigt wurden der 1. Vorsitzende Alfred Focke, Schriftführer Manfred Neuhaus, die Beisitzerinnen Liane Schmitz und Dr. Ilona Tobüren-Bots sowie die Beisitzer Michael Kertege, Thomas Suttrup und Johannes Busch. Neu in den Vorstand berufen wurden der 2. Vorsitzende Klaus Muhle, der Kassierer Stephan Heitkamp, die Beisitzerin Kerstin Braße sowie die Beisitzer Werner Möllerfeld und Christoph Davids. Als Kassenprüfer wurden Stephan Wiemann und Bernd Feldmann gewählt.

Vandalismusschäden beseitigt

Der Heimatverein konnte wegen der Corona-Pandemie 2020 und 2021 nur eingeschränkt aktiv sein, trotzdem konnten etliche Projekte umgesetzt werden. So wurden beispielsweise wertige neue Infotafeln aus Edelstahl an der ehemaligen Burg Patzlar, im Bievoetken am Lindemanns Kolk, am Storchennest, am jüdischen Friedhof und zum Auftakt des Drei-Burgen-Jubiläums an der Mauer am Amtshaus installiert. Zusammen mit dem Schützenverein Bechtrup wurde eine Infotafel bezüglich des Richtplatzes gegenüber der VVG errichtet. Darüber hinaus mussten einige Stelen in der „Stadtlandschaft“ nach Vandalismusattacken aufwendig gereinigt und instandgesetzt werden. Auch das Mühlrad in der Borg musste nach einer Vandalismusattacke mit einigen neuen Holzpaddeln versehen und wieder gängig gemacht werden. Diese Aktion muss nach einer weiteren Attacke leider schon wieder neu durchgeführt werden, heißt es in einer Mitteilung.

Neues Geschichtsheft herausgegeben

Im Auftrag des Heimatvereins wurden von der Dipl. Restauratorin Eva Möllenkamp die Kunstobjekte Nepomukfigur am Glockenkolk, Grabmal Freiherr von Lüdinghausen Wolf am ehemaligen evangelischen Friedhof und die Nepomukfigur am Hakehaus fachkundig gereinigt und restauriert.

In Zusammenarbeit mit dem Heimatverein Seppenrade entstand eine neue Ausgabe des Geschichtsheftes „Ammonit und Glocke“. Ferner wurde an die Drei-Burgen-Rätseltour zu 14 historischen Stätten im Stadtgebiet erinnert.

Erinnerung an jüdisches Leben in Lüdinghausen

Trotz der pandemiebedingten Restriktionen beteiligt sich der Heimatverein an den Aktivitäten zum Thema „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“. In Zusammenarbeit mit der VHS wurden sechs kurze Videos erstellt, die die wechselvolle Geschichte der jüdischen Gemeinde in Lüdinghausen thematisieren. Michael Kertelge, Vorstandsmitglied im Heimatverein und Experte für die Geschichte der Juden in Lüdinghausen, berichtet über den Jüdischen Friedhof, über die Synagoge, das sogenannte Judenhaus, Familienschicksale und eine Rettungsgeschichte, die sich während des Zweiten Weltkriegs im Ort zugetragen hat.

Nachdem im vergangen Jahr die traditionelle Stadtgeburtstagsfeier des Heimatvereins und der Stadt Lüdinghausen ausfallen musste, soll in diesem Jahr die Stadtgeburtstagsfeier am 12. Dezember (Sonntag) ab 11 Uhr im Kapitelsaal der Burg Lüdinghausen stattfinden.

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