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Stadt und Clean-Team beteiligen sich am „World Cleanup Day“

Umwelt von Müll befreit

Lüdinghausen

Rund 120 Helfer aus allen Altersgruppen waren am Samstag anlässlich des „World Cleanup Days“ bei der Landschaftsreinigung rund um Lüdinghausen ehrenamtlich im Einsatz. Sie stießen auf weniger Müll als in den Vorjahren. Gleich mehrere positive Effekte sind dafür verantwortlich.

Von Arno Wolf

Gemeinsam mit Bürgermeister Ansgar Mertens (4.v.l.) begrüßten der städtische Umweltbeauftragte Heinz-Helmut Steenweg (3.v.l.) und der Clean-Team-Vorsitzende Markus Stückmann (r.) zahlreiche Helfer auf der Pferdewiese. Foto: awf

Nachdem die jährliche Saubermachaktion „Lüdinghausen putzt sich raus“ coronabedingt im vergangenen Jahr entfallen musste, ging es am Samstag mit tatkräftiger Unterstützung aus der Bürgerschaft in die nächste Runde. Da die traditionell im März stattfindende Aktion verschoben werden musste, standen die Lüdinghauser Freiwilligen mit ihrem Engagement dieses Mal nicht alleine, denn weltweit rückten Freiwillige am 18. September im Rahmen des „World Cleanup Day“ im Dienste der Sauberkeit aus.

120 Ehrenamtliche im Einsatz

Die Verschiebung der Aktion tat der Bereitschaft der Teilnehmer derweil keinen Abbruch: Rund 120 Helfer aus allen Altersgruppen fanden sich morgens auf der Pferdewiese ein. Dort wurden sie vom Clean-Team-Vorsitzenden Markus Stückmann und dem städtischen Umweltbeauftragten Heinz-Helmut Steenweg erwartet, die die Teilnehmergruppen gemeinsam mit Bürgermeister Ansgar Mertens begrüßten. „Es ist umso besser, dass es jetzt weitergeht“, freute sich Mertens über die vierte Auflage der Aktion und ergänzte: „Es ist mittlerweile Tradition geworden, sich gemeinsam um die Sauberkeit zu kümmern.“

Tatkräftige Anwohnergruppen

Ob von den Grünen, der CDU oder der SPD, aus Kirchengemeinden oder aus den Reihen der Pfadfinder – die Freiwilligen kamen aus allen Bereichen der Bevölkerung und wurden dabei tatkräftig von Anwohnergruppen unterstützt. Ausgestattet mit Greifern, Handschuhen und Müllsäcken durchkämmten die Helfer am Vormittag das gesamte Stadtgebiet von Seppenrade bis zum Rott. „Ich glaube, wir werden dieses Mal deutlich weniger finden“, prognostizierte Steenweg am Samstagmorgen. Anders als in den Vorjahren hatten die Organisatoren deshalb nur einen anstatt der sonst üblichen zwei Müllcontainer bereitgestellt.

Dass Steenweg mit dieser Einschätzung richtig lag, zeigte sich, als die Helfer ihre Touren beendet hatten. Nach einem Blick in die gesammelten Säcke zog Markus Stückmann eine erste Bilanz und benannte die größten Übeltäter: „Masken, viel Verpackungsmüll, Elektroschrott, Zigarettenstummel und Flaschen.“ Vor allem handele es sich um „Kleinigkeiten“, doch Stückmann gab zu bedenken: „Die Masse macht‘s.“

Die kleinen Helfer waren mit besonders großem Engagement im Einsatz. Foto: awf

Geändertes Bewusstsein für Umweltverschmutzung

Dass die Teilnehmer dieses Mal in der Summe trotzdem auf weniger Müll gestoßen waren, habe indes mehrere Ursachen. „Das Bewusstsein für Umweltverschmutzung ist ein anderes geworden“, betonte Bürgermeister Mertens. Stückmann verwies auf das gestiegene Engagement auch abseits der großen Reinigungsaktion: „Es gibt Einzelaktionen von Gruppen und Privatpersonen, die es vorher so nicht gab.“ So seien immer wieder engagierte Anwohner in ihrer Nachbarschaft unterwegs und würden dabei durch das Clean-Team mit Material unterstützt. Einen großen Anteil an der gesunkenen Müllmenge habe indes auch der Einsatz von Stückmann selbst, wie Mertens betonte. Neben seinem Engagement im Rahmen des Clean-Teams ist dieser nun auch hauptberuflich für den Bauhof in Sachen Sauberkeit unterwegs. „Das merkt man“, war sich Mertens sicher. Auf das große Abschlusstreffen mit Grillgut und Getränken an der Burg Lüdinghausen mussten die Helfer dieses Mal aus Infektionsschutzgründen verzichten, aber bereits im kommenden März soll die Aktion wieder im bewährten Rahmen stattfinden.

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