Acht Künstlerinnen bei der BurgArt 2019

Unikate zum Staunen und Kaufen

Lüdinghausen

Noch bis zum 15. November sind die Objekte der BurgArt 2019 zu sehen. Die Vernissage der Werke von acht Künstlerinnen lockte am Freitag zahlreiche Besucher in die Burg Lüdinghausen.

Arno Wolf Fischer

Acht Künstlerinnen stellen bei der elften Auflage der BurgArt in der Burg Lüdinghausen aus. Organisiert wird die Kunstschau vom KAKTuS-Team um Silvia Hesse-Böcker (r.). Foto: Arno Wolf Fischer

Vielfalt und Individualität stehen seit jeher hinter dem Erfolgsrezept der BurgArt, die mit acht teilnehmenden Künstlerinnen zum Auftakt der elften Auflage wieder zahlreiche Besucher in die Ausstellungsräume lockte. Von Malerei über Skulpturen oder Glas- und Drahtarbeiten erwartete die Besucher am Freitag bei der Vernissage eine Kombination, die zum Verweilen einlud. „Die Künstlerinnen könnten unterschiedlicher nicht sein“, war sich Silvia Hesse-Böcker vom Kunstteam des KAKTuS Kulturforums sicher.

Silvia Hesse-Böcker

Zusammen mit Christiane Heckelmann und Dietmar Wittekind führte sie die Gäste durch die Ausstellungsräume. „Wir möchten die Künstlerinnen nur kurz vorstellen. Es ist authentischer, wenn sie selbst den Raum dafür bekommen“, erklärte Hesse-Böcker. Am Eingang erwartete die Besucher die farbenfrohe Malerei von Anne Samson. „Lebenslust und Optimismus“, fasste die Wittener Künstlerin die Gefühle hinter ihren Werken zusammen.

Einen kürzeren Anfahrtsweg hatte Monika Balster, die ihre abstrakte Malerei vorstellte. „Der Prozess geht ins Ungewisse und man muss sich trauen, etwas Neues zu schaffen“, beschrieb die Lüdinghauserin ihren freien Malprozess. Handwerkliches Geschick stellt Hella Heigel mit ihren Drehelementen aus Holz unter Beweis. „Berechnend und konstruierend“ geht sie dabei allerdings nicht vor: „Ich vergesse Zeit und Raum und setze auf meine Intuition.“

Monika Balster

Für Staunen sorgte auch die Glaskunst von Dr. Christine Kucinski, die das zerbrechliche Material vor allem mittels der „Fusing“ genannten Verschmelzungstechnik bearbeitet. „So etwas hatten wir noch nie“, war sich Silvia Hesse-Böcker beim Blick auf die Perlenkunst von Lea Lenhart sicher. In Plexiglaskästen vermitteln die tausenden Perlen vor gemaltem Hintergrund neue Perspektiven, die das Publikum sichtlich faszinierten.

Stefanie Welk

Die Illusion der Bewegung erwecken indes die Drahtskulpturen von Stefanie Welk, deren licht- und luftdurchlässigen Figuren trotz ihrer Größe leicht wirken. „Der Draht erlaubt es mir, die Masse wegzulassen“, erklärte die Künstlerin. Der Rundgang führte weiter zu den Werken von Selda Marlin Soganci, die ihre Designarbeiten auf Holzuntergrund, in Buchform oder auf feiner Papeterie präsentierte. „Alles ist sichtbar“, erklärte Bianca C. Grüger, deren fili­gran gemalten Köpfe und Körper zum Erstaunen des Publikums in manchen Werken sogar vermischt und neu miteinander kombiniert werden.

Im Anschluss an den geführten Rundgang nutzen viele Besucher die Gelegenheit, um mit den Künstlerinnen ins Gespräch zu kommen. „Vielleicht finden Sie das eine oder andere Unikat, das Ihnen besonders gut gefällt“, lud der KAKTuS-Vorsitzende Udo Heckelmann die Besucher zu einem ungezwungenen Rundgang ein.

Zum Thema

Die BurgArt 2019 ist noch bis zum 15. November samstags, sonntags sowie an Feiertagen von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

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