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25 Jahre Offene Jugendarbeit

„Vertrauen ist das A und O“

Lüdinghausen

Der Verein zur Förderung der Offenen Jugendarbeit im Bereich der Kirchengemeinden – kurz: „JuKi“ – der Stadt Lüdinghausen feiert seinen 25. Geburtstag. Dazu laden die Verantwortlichen am Sonntag (12. Juni) von 14 bis 18 Uhr ins Hakehaus ein.

Von Peter Werth

Sie freuen sich auf die Jubiläumsfeier am Hakehaus zum 25. Geburtstag der Offenen Jugendarbeit am Sonntag (12. Juni): Alexandra Ridder (v. l.), Patrick Januschke und Lisa Golentsov. Foto: Peter Werth

Der Name könnte sperriger kaum sein: Verein zur Förderung der Offenen Jugendarbeit im Bereich der Kirchengemeinden der Stadt Lüdinghausen. Da ihn sich nicht einmal die Mitarbeitenden wirklich merken konnten – und wohl auch wollten – wurde daraus schon vor Jahren kurz „JuKi" (Jugend und Kirche). 1996 gegründet, musste die Jubelfeier wegen der Corona-Pandemie verschoben werden. Am Sonntag (12. Juni) soll das allerdings nachgeholt werden, erklärt Alexandra Ridder. Sie ist schon seit 22 Jahren im Team. „Wir haben klein angefangen“, beschreibt die Sozialpädagogin das Jugendangebot, das 1996 im evangelischen Gemeindezentrum startete – zunächst mit ehrenamtlich tätigen Kräften. Zudem können sich Kinder und Jugendliche inzwischen zu Aktivitäten im Café Blaupause im Hakehaus sowie im Don-Bosco-Haus in Seppenrade treffen.

Eines sei in den vergangenen zweieinhalb Jahrzehnten gleich geblieben, sagt Ridder: „Unsere Zielgruppe sind Kinder und Jugendliche von sieben bis 27 Jahre.“ Wobei die ältesten aus dieser Gruppe nicht selten als ehrenamtliche Helfer zum Team gehörten. Neben Ridder stellen Sozialarbeiter Patrick Januschke und Pädagogin Jessica Zatzowsky die Riege der hauptamtlichen „JuKi“-Tätigen. Hinzu kommen ein Dutzend Ehrenamtler, BFDlerin Catarina Wippermann und Praktikantin Lisa Golentsov.

Alexandra Ridder

„Mit den Jahren sind die Anforderungen größer geworden“, weiß Ridder. Vielfach wüssten die Kinder und Jugendlichen nicht mehr, wie sie sich beschäftigen sollen. Doch mit ein wenig Anregung und Ansporn werde diese Hürde überwunden. „Noch immer stehen Gesellschaftsspiele hoch im Kurs“, erzählt Januschke. Aber auch Basteln, Kochen oder sportliche Aktivitäten würden nachgefragt. „Die Jugendlichen brauchen Ideen und Orientierung“, stellt er die Herausforderungen für das Leitungsteam heraus. Mit der Zeit haben sich die „JuKi“-Verantwortlichen bei den Kindern und Jugendlichen viel Vertrauen erarbeitet. „Wir führen viele Einzelgespräche. Dabei geht es um Probleme in einer Beziehung ebenso wie in der Familie“, beschreibt Ridder das Spektrum. „Beziehungsarbeit ist das A und O unseres Jobs“, sagt sie. Auch Themen rund um Asylfragen oder die Berufswahl würden angesprochen, ergänzt Januschke: „Es gibt Dinge, über die Kinder zu Hause nicht reden wollen.“

Der 25. „JuKi“-Geburtstag wird am Sonntag (12. Juni) von 14 bis 18 Uhr im und rund ums Hakehaus gefeiert. Es gibt ein Kinderprogramm sowie Musik von der Life-Band, Anna Voigt und Dennis Sonne alias Sittin‘ Bull. Zur Verköstigung der Gäste stehen Kaffee und Kuchen sowie Kaltgetränke und Bratwurst bereit. Für eine Missio-Aktion werden an diesem Tag außerdem ausgediente gebrauchte Handys gesammelt.

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