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Gewässerschau des Wasser- und Bodenverbandes

Vischering-Stever: Fischtreppe erfüllt ihre Aufgabe gut

Lüdinghausen

Die Gewässerschau des Wasser- und Bodenverbandes „Stever Lüdinghausen“ nahm am Mittwoch zunächst die Fischtreppe der Vischering-Stever in den Blick. Die erfülle ihre Aufgabe gut, befand Hermann Mollenhauer, Leiter der unteren Landschaftsbehörde beim kreis Coesfeld.

-wer-

Die Mitglieder des Wasser- und Bodenverbandes „Stever Lüdinghausen“ besuchten als erste Station die Fischtreppe an der Vischering-Stever. Foto: Peter Werth

Die gute Nachricht ganz zuerst: Die Fischtreppe an der Vischering-Stever kommt gut an, sie erfüllt ihre Aufgabe. Diese Schlussfolgerung zog Hermann Mollenhauer, Leiter der Unteren Landschaftsbehörde des Kreises Coesfeld, im Rahmen der Gewässerschau des Wasser- und Bodenverbandes „Stever Lüdinghausen“ am Mittwoch. Über 250.000 Euro hat die Anlage gekostet. „70 Prozent hat die Bezirksregierung getragen, den Rest hat die Stadt Lüdinghausen finanziert“, so der Vorsitzende des Verbandes, Anton Holz, bei der Begehung, an der neben Landwirten auch Kommunalvertreter teilnahmen. Die Unterhaltung liegt in Händen des Verbandes, die Kosten trägt die Stadt Lüdinghausen.

Neben diesem positiven Aspekt traten im Rahmen der Gewässerschau auch Probleme zutage. So sei vor allem im Bereich der Straße Hinterm Hagen unerlaubte Laub- und Abfallentsorgung in das Gewässer auffällig. „Das ist nicht nur unerlaubte Abfallentsorgung, sondern stellt auch einen unerlaubten Eingriff in das Gewässer dar“, sagt Holz dazu. Da wünsche er sich von den Bürgern mehr Verständnis für die belange der Natur.

Immer schwieriger gestalte sich für den vom Verband beauftragten Unternehmer, die Pflege der Steverböschungen. Die seien sehr steil und nach der Sanierung der Steverseitenwege könnte dort kaum noch schweres Gerät eingesetzt werden. Eine Maschine sei jüngst gar in das Gewässer abgerutscht, ebenso wie ein Mitarbeiter der Firma, der per Hand im unteren Böschungsbereich Pflegemaßnahmen vorgenommen habe. Da müsse man sich mit der Stadt an einen Tisch setzen, um diese Probleme zu besprechen. Denn die Unterhaltung werde künftig wohl aufwendiger und auch teurer. Möglicherweise müsse sich das Unternehmen Spezialgeräte für die Pflege neu anschaffen.

Die im Bereich der Burg Vischering in die Stever hineinragenden Bäume und Äste bereiten nicht nur dem Wasser- und Bodenverband Sorge. Sie stören, so erfuhr Holz, nicht zuletzt Kanufahrer, die in der Freizeit auf dem schmalen Fluss unterwegs sind. Zudem erschwere das Astwerk die Unterhaltungsmaßnahmen.

Rund 280.000 Euro stehen dem Wasser- und Bodenverband pro Jahr für seine vielfältigen Aufgaben zur Verfügung, berichtet Holz, der seit über zwei Jahrzehnten den Vorsitz innehat.

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