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Lüdinghausen will „Fairtrade-Town“ werden

Vorbildfunktion übernehmen

Lüdinghausen

2000 „Fairtrade-Towns“ gibt es mittlerweile in 36 Ländern weltweit. Lüdinghausen will sich dieser Kampagne anschließen. Das beschloss der Wirtschaftsförderungsausschuss einmütig.

-wer-

Auch ein solcher Laden kann den Fairtrade-Gedanken nach vorne bringen. Foto: Peter Werth

Der Kampagne „Fairtrade-Towns“ haben sich inzwischen über 2000 Städte in 36 Ländern der Erde angeschlossen. Auch Lüdinghausen will diesen Weg beschreiten. Einem entsprechenden Vorschlag der Verwaltung schlossen sich am Donnerstagabend in der Sitzung des Ausschusses für Wirtschaftsförderung, Tourismus und Stadtmarketing die Kommunalpolitiker einmütig – bei zwei Enthaltungen – an.

„Die Stadt will Vorbildfunktion übernehmen“, erklärte dazu Bürgermeister Ansgar Mertens. Aus dem Rathaus solle „ein Zeichen gesetzt werden“. Wirtschaftsförderer Stefan Geyer betonte: „Das soll kein Marketing-Gag sein. Die Aktion wird über Fairtrade hinausgehen.“ „Uns Grüne haben Sie bei diesem Thema sofort mit dabei“, erklärte Ratsmitglied Jöran Kortmann. Für die SPD begrüßte Michael Spiekermann-Blankertz das Vorhaben.

Leute sensibilisieren

Fünf Kriterien müssten erfüllt werden, um sich in die Riege der „Fairtrade“-Kommunen eingliedern zu können, so Mertens. Dazu zähle unter anderem die Einrichtung einer Steuerungsgruppe, die lokale Aktionen zum fairen Handel koordiniere, sowie zunächst ein Ratsbeschluss, in dem die Unterstützung des fairen Handels zugesagt werde. Und schließlich müssten Geschäfte sowie gastronomische Betriebe in ihrem Sortiment mindestens zwei Produkte aus fairem Handel aufnehmen. Nach einem Einwohner-Schlüssel bemessen müssten das in Lüdinghausen mindestens fünf Geschäfte sowie drei Restaurants oder Cafés sein. Eine Quote, die leicht zu erreichen sein dürfte, war sich der Ausschuss sicher. Und Melanie Vögel (Grüne) stellte fest: „Lüdinghausen kann mehr.“

Volker Höring (CDU) mahnte an, dass auch Organisationen wie „Fairtrade“ Millionen an Lizenzgebühren einnähmen. Letztlich dürften dann nicht zertifizierte Produkte – etwa aus lokaler Herstellung – „nicht im Rathaus angeboten werden“. Mertens entgegnete, dass das ein Thema sei, mit dem sich nicht zuletzt die Steuerungsgruppe beschäftigen werde. Es gehe darum, die Leute zu sensibilisieren, „wo was gekauft wird“.

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