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Zweite Abschlussfeier am Richard-von-Weizsäcker-Berufskolleg

Weltbilder werden diskutiert

Lüdinghausen

„Aus ihren Reihen kommt ein ganz großes Engagement“, dankte Schulleiterin Sabine Neuser den Schülern der 14 Abschlussklassen, die am Mittwoch am Richard-von-Weizsäcker-Berufskolleg ihre Zeugnisse erhielten.

Bastian Becker

Mit Gesang wurde die Verabschiedung begleitet, die im Foyer der Schule stattfand. Foto: Bastian Becker

Von HB71W bis BF81E: 14 Abschlussklassen erhielten im Rahmen der Abschlussfeier am Mittwoch am Richard-von-Weizsäcker-Berufskolleg ihre Zeugnisse. Die Schüler können jetzt im nächsten Lebensabschnitt eine Ausbildung oder ein Studium beginnen.

Die verschiedenen Kürzel stehen für die unterschiedlichen Bildungsgänge, diese beinhalten unter anderem die Ausbildungsvorbereitung für Holz- und Metalltechnik, die Berufsfachschule für Ernährungs- und Versorgungsmanagement oder die Höhere Handelsschule.

„Aus ihren Reihen kommt ein ganz großes Engagement“, dankte Schulleiterin Sabine Neuser den Absolventen. Beispielhaft nannte Neuser das Sammeln von Spenden für das Hilfsnetzwerk „Roter Keil“, unter anderem in Verbindung mit einem erstmals durchgeführten Fußballturnier.

Wie die erste Abschlussfeier am Vortag stand auch diese Veranstaltung unter dem Motto „Am schlimmsten ist das Weltbild derer, die die Welt nie gesehen haben“ (Alexander von Humboldt). Mit Blick auf etliche Schüler mit Migrationshintergrund fügte Neuser an: „Sie mussten sich neu anpassen, Ihr Weltbild neu gestalten.“ Im Hinblick auf Entwicklungen in der digitalen Welt warnte Neuser davor, dass wir „herumätzen und nur das Negative sehen“.

In einer Gesprächsrunde unterhielten sich die stellvertretende Bürgermeisterin Josephine Kleyboldt, die stellvertretende Landrätin Margarete Schäpers, Elternvertreter Andreas Jülich und Schülervertreter Jonas Bielawski über Weltbilder und Weltanschauungen. „Das Weltbild verschiebt sich, man muss Altes und Neues miteinander verbinden. Der Vergleich mit anderen Ländern ist dabei wichtig“, glaubte Schäpers. „Gerade in Deutschland gibt es viele Menschen mit beschränktem Weltbild. Diese sollte man aus ihren Vorstellungen herausholen und ihnen die Realität zeigen“, forderte Bielawski.

Ein besonderes Zertifikat erhielten einige Schüler, die bei der Schülerfirma „Richie‘s Store“ mitarbeiten, die seit zwei Jahren in den Pausen regelmäßig Schulartikel für Stifte und Hefte verkauft. Für das musikalische Finale sorgte Michael Winkelmann mit einer Jazz-Version von „Yesterday“.

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