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Parteiausschlussverfahren gegen Gerhard Schröder

„Werte der SPD missachtet“

Lüdinghausen

Der Vorstand der SPD Lüdinghausen hat sich einstimmig für eine Parteiausschlussverfahren gegen Altkanzler Gerhard Schröder ausgesprochen.

Von und

Stehen geschlossen hinter dem angestrebten Parteiausschlussverfahren gegen Gerhard Schröder (v.l.): Foto: SPD

Der Ortsverein der SPD in Lüdinghausen ist in seiner jüngsten Vorstandssitzung einstimmig zu der Auffassung gelangt, dass Gerhard Schröder nicht mehr die Werte der Sozialdemokraten vertritt. In Folge dessen wird ein Parteiausschlussverfahren einstimmig unterstützt, heißt es in einer Pressenotiz der SPD.

Der Altkanzler trete trotz des geopolitischen Verhaltens Putins im Ukraine-Krieg nicht von seinem Posten als Aufsichtsrat der russischen Unternehmen Gazprom und Rosneft zurück. Aufgrund dieses finanziellen Interesses distanziere er sich auch nicht von der aktuellen Russland-Politik. „Das können und wollen wir nicht unterstützen. Seine Position als Altkanzler ist verbunden mit einer besonderen Verantwortung und moralischer Bedeutung, die er damit nicht erfüllen kann“, heißt es in der Mitteilung der Lüdinghauser Sozialdemokraten.

Die Co-Vorsitzenden Anna Nettlenbusch und Christian Ehring sind sich einig, dass er die Werte der SPD wie Freiheit, Gleichheit und Solidarität nicht mehr vertritt. Vor allem aber seien die Solidarität und Freiheit in diesen Zeiten grundlegende Werte, die beschützt werden müssen.

Der Ortsverein begrüßt auch die ersten Schritte, dass Schröder einige seiner Privilegien als Altkanzler verliert. „Das ist ein guter Schritt in die richtige Richtung, aber noch nicht genug“, so die SPD abschließend.

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