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Benefizkonzert für Geflüchtete aus der Ukraine

Zeichen der Solidarität gesetzt

Lüdinghausen

Auf starke Resonanz ist das von Thorsten Neuhaus und Patrick Januschke kurzfristig organisierte Benefizkonzert für die Ukraine gestoßen. Es wurden nicht nur Spenden zusammengetragen. Darüber hinaus wurden Ideen für eine bessere Vernetzung gesammelt, um den Geflüchteten vor Ort in Lüdinghausen helfen zu können.

Von Arno Wolf Fischerund

Bei frühlingshaftem Wetter eröffnete die „Life-Band“ der evangelischen Kirchengemeinde das Benefizkonzert fü Foto: Arno Wolf Fischer

Dass der Krieg in der Ukraine die Menschen in Lüdinghausen bewegt, wurde seit den ersten Fernsehbildern des Krieges immer wieder deutlich. Nun machte das Benefizkonzert am Sonntag klar: Die Lüdinghauser Zivilgesellschaft braucht sich in Sachen Solidarität und Hilfsbereitschaft nicht zu verstecken. Den Initiatoren Thorsten Neuhaus und Patrick Januschke war es dabei kurzfristig gelungen, ein Event an der Burg Vischering zu organisieren, bei dem sie sowohl die öffentliche Resonanz als auch das Wetter auf ihrer Seite hatten. Zentral war dabei stets der lokale Aspekt: Wer tut was in Lüdinghausen und wie kann man den Geflüchteten helfen?

Erschreckende Bilder bewegen die Jugendlichen

„Es ist wie ein Albtraum“, erinnerte sich Sozialarbeiter Januschke an die ersten Bilder aus der Ukraine. Schnell wurde auch beim Jugendarbeitsverein „JuKi“ erkennbar: „Das Thema beschäftigt die Jugendlichen bei uns.“ Genau diese „erschreckenden Bilder“ waren auch für Pastoralreferent Neuhaus so eindrücklich, dass die Idee zum „Zeichen für den Frieden“ schnell zur Realität werden konnte.

Den Anfang machte die „Life-Band“ der evangelischen Kirchengemeinde, die neben ihren eigenen Liedern auch mit Klassikern wie John Lennons „Imagine“ aufwartete. Selbst der Verkauf der eigenen CDs erfolgte im Dienste des Friedens. „Das geht alles in den Spendenpott“, verwies Schlagzeuger Tobias Rös auf den Spendenkasten am „JuKi“-Stand, der viel Zulauf erhielt.

„We Are The World“ leitete zu Sängerin und Gitarristin Anna Voigt über, bevor Dennis Sonne alias „Sittin‘ Bull“ mit seinem bewussten und hoffnungsvollen Deutschrap das Konzert abschloss.

Bürgermeister will sich starkmachen

„Ich bin zuversichtlich, dass wir in Lüdinghausen helfen können“, informierte Bürgermeister Ansgar Mertens über die Situation in der Stadt. Unverzichtbar sei dabei aber die ehrenamtliche Hilfe der Bürgerschaft. „Zeigen wir uns solidarisch. Ich selbst werde mich weiter dafür starkmachen“, lautete seine Botschaft, die sichtlich die Zustimmung des Publikums erhielt.

Von Willkommenspaketen bis zu Deutschkursen drehte sich am Stand der offenen Jugendarbeit alles um das Thema Vernetzung. Was die Gespräch des Nachmittags bewegte, fasste Dennis Sonne in seinem Abschlussappell zusammen: „Wir müssen zeigen, dass wir nicht einverstanden sind mit dem, was dort passiert.“ Für Neuhaus und Januschke wurde schnell klar, dass sie mit ihrem Projekt den Nerv der Zeit getroffen hatten: „Man spürt die Wertschätzung und die Solidarität der Menschen.“

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