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Sanierung der Turnhalle in Seppenrade

Zumindest ein Anfang ist in Sicht

Seppenrade

Das Geld dafür war bereits im städtischen Haushalt für 2019 eingeplant, passiert ist allerdings bis heute nichts: Die Sanierung der Sanitäranlagen in der Seppenrader Turnhalle lässt auf sich warten. Das hat aber scheinbar einen guten Grund, wie aus dem Rathaus zu erfahren ist.

Annika Wienhölter

Sollten längst saniert sein: die Sanitäranlagen in der Seppenrader Turnhalle. Ein Rohrbruch ist gar nicht mehr richtig repariert worden, weil die Handwerker bereits für 2019 angekündigt waren. Foto: awi

„Das ist eine unendliche Geschichte“, findet der CDU-Fraktionsvorsitzende Bernhard Möllmann. Wobei natürlich alle Beteiligten hoffen, dass ein Ende möglichst zeitnah in Sicht kommt. Oder zumindest ein Anfang. Denn: Eigentlich sollten die Sanitäranlagen in der Turnhalle der Seppenrader Mariengrundschule laut städtischem Haushaltsplan bereits im vergangenen Jahr saniert werden. Doch bis heute ist nichts geschehen.

Mehrere Bürger wundern sich

„Ich habe schon mehrfach von Bürgern in dieser Sache Anfragen erhalten“, teilt Möllmann mit. Allerdings hätten ihn die zuständigen Mitarbeiter aus der Stadtverwaltung stets vertröstet. Zunächst sei ihm Februar als neuer Fertigstellungstermin genannt worden. Dann hieß es, das Ausschreibungsverfahren verzögere sich. Just gestern sei ihm derweil wage versichert worden, dass man dran sei. „Ich bin massiv verärgert“, macht der Kommunalpolitiker seinem Unmut Luft. „Das ist eine reine Hinhaltetaktik.“ Hinzukommt: „Jetzt wäre doch der perfekte Zeitpunkt für die Arbeiten gewesen.“ Denn Corona-bedingt flitzen keine Schüler durch die Turnhalle. Und auch der Vereinssport ruht.

Sanitäranlagen sind in einem „unzumutbaren“ Zustand

Ebenso wie viele Seppenrader ist auch Möllmann der Meinung: Der Zustand der Sanitäranlagen „ist unzumutbar“. Kerstin Hovestadt sieht das genauso. Die zweifache Mutter aus dem Rosendorf hatte sich einst an der „Wo drückt der Schuh?“-Aktion der CDU Lüdinghausen beteiligt und die Sanierung angeregt. Sie findet es bedauerlich, dass noch immer keine Bauarbeiter am Werk sind: „Erst wird gefragt, was wir uns wünschen. Und dann passiert nichts“, erzählt sie enttäuscht.

Erweiterte Planung verzögert das Vorhaben

Aus dem Rathaus wiederum ist zu hören: „Die Ausschreibung wird derzeit vorbereitet und soll kurzfristig rausgehen“, informiert die städtische Pressesprecherin Anja Kleykamp auf WN-Nachfrage. Es sei geplant, dass die Arbeiten in den Sommerferien ausgeführt werden. Warum die Sanierungsmaßnahme erst Mitte 2020 erfolgt, obwohl das Geld dafür bereits im Etat 2019 vorgesehen war? Wegen einer „erweiterten Planung“, erläutert Kleykamp. Da die Halle nun auch eine neue Lüftungsanlage bekommen sowie künftig zusätzlich als Versammlungsstätte genutzt werden soll, mussten weitere baurechtliche Anforderungen berücksichtigt werden. Und all das habe für eine zeitliche Verzögerung gesorgt, erklärt die Pressesprecherin.

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