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Sponsorenlauf am Rupert-Neudeck-Gymnasium

14 200 Euro für Libanon und Sierra Leone

Nottuln

Die Schülerinnen und Schüler des Rupert-Neudeck-Gymnasiums sind gelaufen, gelaufen, gelaufen. So kam beim Sponsorenlauf die beeindruckende Summe von 14 200 Euro heraus.

wn

Kristian Weihers, Krankenpfleger bei „Cap Anamur“, während einer Visite. Seit November 2015 engagiert sich „Cap Anamur“ in Makeni mit dem Wiederaufbau des größten Regionalkrankenhauses. Die Einrichtung liegt im Herzen von Sierra Leone und stellt eine tragende Säule für die medizinische Versorgung der gesamten Region dar. Foto: Jürgen Escher

„Ich bin sehr beeindruckt von dem Engagement, das unsere Schülerinnen und Schüler beim Sponsorenlauf gezeigt haben. Sie alle haben erneut bewiesen, wie wichtig ihnen Werte wie Solidarität und Fürsorge sind“, berichtet Jutta Glanemann, Schulleiterin des Rupert-Neudeck-Gymnasiums (RNG), stolz. Dies werde auch durch die außergewöhnlich hohe erlaufene Summe unterstrichen: Bei 14 200 Euro liegt sie in diesem Jahr, wie die Schule in einer Pressemitteilung berichtet. Das gespendete Geld kommt den Initiativen „Grünhelme“ und „Cap Anamur – deutsche Notärzte“ zugute, die beide unter anderem von dem Namensgeber des Gymnasiums, Rupert Neudeck, ins Leben gerufen worden sind.

Die „Grünhelme“ werden mit 7100 Euro des erlaufenen Geldes unterstützt. Sie helfen weltweit. Unter anderem unterstützen sie die Trinkwasserversorgung und den Bau von sanitären Anlagen in Camps in Nigeria. Auch im Libanon engagieren sie sich in vielen Bereichen. So erhöhen sie zum Beispiel die Berufschancen junger Erwachsener durch die Möglichkeit zur Ausbildung als Handwerker oder Handwerkerin.

Auch das Projekt der „Grünhelme“, das durch die Spende des RNG mitfinanziert werden soll, fokussiert sich auf die Bildungsmöglichkeiten im Libanon. Mit dem Geld soll der Unterricht an einer von den „Grünhelmen“ gegründeten Schule in der Region Aarsal finanziert und unterstützt werden.

Aufgrund des bereits neun Jahre andauernden Bürgerkriegs in Syrien sind viele Einwohner von dort in den Libanon geflüchtet. Aber immer noch konnten viele syrische Kinder nicht ins libanesische Schulsystem integriert werden. Die öffentlichen Schulen sind überfüllt, sodass knapp 10 000 Kinder allein in Aarsal keinen Platz dort bekommen und somit häufig jahrelang keinen Unterricht haben.

Durch das erlaufene Geld kann der Unterricht an der vor drei Jahren von den „Grünhelmen“ gegründeten Schule für einen ganzen Monat finanziert werden. An der Schule sind fast 200 syrische Kinder, die keinen Platz an einer öffentlichen Schule bekommen haben und nun an dieser informellen syrischen Schule von der Pre-School bis zur sechsten Klasse unterrichtet werden.

Auch der Verein „Cap Anamur“ wird mit 7100 Euro unterstützt. Gegründet wurde die Organisation 1979 unter anderem von Christel und Rupert Neudeck. Auch „Cap Anamur“ hat es sich zum Ziel gemacht, weltweit humanitäre Hilfe zu leisten. Dabei konzentriert die Organisation sich besonders auf Bildung und medizinische Versorgung.

Die Spenden des RNG sollen ein von „Cap Anamur“ gegründetes Krankenhaus in der Hauptstadt von Sierra Leone unterstützen. Aufgrund des Bürgerkriegs in den 90er-Jahren und der Ebola-Epidemie bis 2016 ist die medizinische Versorgung dort kaum vorhanden und ist die Sterberate extrem hoch. In dem Kinderkrankenhaus werden laut Berichten von „Cap Anamur“ täglich ungefähr 200 Patienten stationär versorgt, zusätzlich zu den vielen Patienten in der Notaufnahme. Um den Menschen in Sierra Leone zu helfen, sendet die Organisation erfahrenes medizinisches Fachpersonal dorthin und versorgt die Bevölkerung mit den lebenswichtigen Medikamenten, teilt der Verein mit. Darüber hinaus schult „Cap Anamur“ lokale Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor Ort, damit die medizinische In­frastruktur des Landes wieder aufgebaut wird.

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