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Kräftiger Regen am Samstag über Nottuln

14 Gewittereinsätze der Feuerwehr

Nottuln

Der Regen war kräftig und sorgte in manchen Häusern im Ortsteil Nottuln für Probleme. Zeitweise waren bis zu 70 Feuerwehrleute im Gewittereinsatz.

Von Ludger Warnke

Wegen des kräftigen Gewitterregens rückte die Freiwillige Feuerwehr zu mehreren Einsätzen im Ortsteil Nottuln aus. Foto: Stephan Gorke/Feuerwehr Nottuln

Der kräftige Gewitterregen am Samstagabend über Nottuln hat der Freiwilligen Feuerwehr eine Reihe von Einsätzen beschert. Insgesamt rückten die Feuerleute zu 14 durch den Regen ausgelöste Hilferufe aus, berichtete der Leiter der Feuerwehr, Udo Henke, im WN-Gespräch. Alarmiert worden waren die Löschzüge Nottuln, Appelhülsen und Darup. Zeitweise waren bis zu 70 Feuerwehrmänner und Feuerwehrfrauen im Einsatz.

Alarm für drei Löschzüge

Um 17.28 Uhr löste die Kreisleitstelle Coesfeld den Alarm für die drei Löschzüge aus. Die Einsätze konzen­trierten sich allein auf den Ortsteil Nottuln. Am Niederstockumer Weg zum Beispiel konnte die Kanalisation die Regenmengen nicht fassen, weshalb das Wasser aus Gullydeckeln herausschoss.. An mehreren Stellen, unter anderem Nonnenbachtal und Eckenhovener Weg sowie im Bereich Nieder- und Oberstockumer Weg, war in verschiedenen Kellern Wasser eingedrungen. Teilweise war das Wasser von außen über Lichtschächte in den Keller gelangt, teilweise auch durch Abflüsse innerhalb des Kellers, was auf eine unzureichende technische Rückstausicherung schließen lässt.

Kellertür hält Wasserdruck stand

In einem Fall drohte eine Kellerwohnung vollzulaufen, schilderte Udo Henke. Allerdings hielt die Wohnungstür dem Wasserdruck stand. Die Feuerwehr pumpte den Vorraum leer, sodass auch hier die Wassergefahr schnell beseitigt war.

Weitere Einsätze galten zwei umgestürzten Bäumen im Bereich Nonnenbachtal. Außerdem wurde am Abend ein umgestürzter Telefonmast in der Bauerschaft Am Vogelbusch gemeldet. Die Feuerwehr räumte den Mast schnell zur Seite, sodass der Wirtschaftsweg wieder befahrbar war.

Wegen des kräftigen Gewitterregens rückte die Freiwillige Feuerwehr zu mehreren Einsätzen im Ortsteil Nottuln aus. Foto: Stephan Gorke/Feuerwehr Nottuln

Betroffene Bürger meldeten sich auch am Feuerwehrgerätehaus

Übrigens: Nicht alle Einsatzorte wurden über die Leitstelle beim Kreis gemeldet, berichtete Udo Henke. Es kam auch wieder vor, dass Bürger direkt zum Feuerwehrgerätehaus kamen und dort um Hilfe baten. Das unterstreicht, dass die Feuerwehrhäuser in besonderen Situationen eine wichtige Anlaufstelle für Bürger sind.

Insgesamt kam Nottuln noch glimpflich davon, wobei die Zahl der vom Gewitterregen betroffenen Keller sicherlich etwas höher war, als es die Zahl der Einsätze widerspiegelt. „Wenn der Kellerboden aber nur von ein, zwei Zentimeter Wasser bedeckt ist, hilft unser Großgerät nicht“, bittet Udo Henke um Verständnis, dass in solchen Fällen die Feuerwehr nicht helfen könne.

Wegen des kräftigen Gewitterregens rückte die Freiwillige Feuerwehr zu mehreren Einsätzen im Ortsteil Nottuln aus. Stellenweise wurde das Wasser durch die Gullydeckel hochgedrückt. Foto: Stephan Gorke/Feuerwehr Nottuln

Zusätzliche Einsätze für den Löschzug Appelhülsen

Nachdem die erste Welle von Hilfsanforderungen abgearbeitet war, konnten die Löschzüge Darup und Appelhülsen wieder einrücken. Darüber dürften sich vor allem die Appelhülsener gefreut haben. Sie hatten an diesem Samstag schon zuvor zwei Einsätze. So unterstützte der Löschzug Appelhülsen am Samstagmittag den Rettungsdienst bei der Bergung eines Patienten. Kurz vor dem Gewittereinsatz rückte die Feuerwehr noch zu einem Unfall auf der Autobahn 43 aus. Hier sorgten die Appelhülsener für die Absicherung des Rettungsdiensteinsatzes und nahmen am Unfallort ausgelaufene Betriebsstoffe auf.

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