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Nach Geldautomaten-Sprengung

15.000 Euro für den Wiederaufbau des Dettener Dorfladens

Schapdetten

Im Dettener Dorfladen wird kein Geldautomat mehr stehen. Dafür gibt es Sicherheitsgründe, betonen die Sparkasse Westmünsterland und die Volksbank Nottuln - und unterstützen die Dorfladen-Genossenschaft auf andere Weise.

 Rückblick: So sah es kurz nach der Automaten-Sprengung Anfang Juni 2021 aus.  Foto: Johannes Oetz

Nicht nur einen massiven Sachschaden hat die Sprengung des Geldautomaten im Dettener Dorfladen Anfang Juni verursacht – es wurde auch das lebendige Ergebnis vieler ehrenamtlicher Helferstunden beschädigt, das mit hoher Identifikation für Schapdetten aufgebaut wurde. Darauf weisen die Sparkasse Westmünsterland und die Volksbank Nottuln in einer gemeinsamen Erklärung hin.

„Den mit ebenso viel Herzblut schon erfolgreich begonnenen Neustart unterstützen wir gemeinsam mit der Sparkasse mit insgesamt 15 000 Euro“, sagt Martin Herding, Vorstandssprecher der Volksbank Nottuln. Zwei symbolische Schecks über je 7500 Euro nahmen Dr. Michael Schwarze­nau, Dr. Martin Geu­king und Sebastian Reimann als Vertreter des Dorfladens entgegen.

So sieht die Außenfassade des Dorfladens Ende Juli 2021 aus.  Volksbank und Sparkasse unterstützen den Dettener Dorfladen beim Neustart mit 15 000 Euro (v.l.): Sparkassen-Vorstandsmitglied Norbert Hypki, Bereichsleiterin Iris Osthues, die Vertreter des Dettener Dorfladens, Dr. Martin Geuking, Sebastian Reimann und Dr. Michael Schwarzenau, und die Vorstandsmitglieder der Volksbank Nottuln Martin Herding und Egbert Messing. Foto:

„Neustart mit Herzblut“ unterstützen

„Es ist erschreckend, wie skrupellos die Täter immer wieder vorgehen und Verletzungen von Personen sowie Sachschäden dieser Dimension in Kauf nehmen“, sagte Norbert Hypki, Vorstandsmitglied der Sparkasse Westmünsterland. „Ein großes Kompliment, wie positiv hier der Neustart angepackt wird.“

Die Unterstützung kann die Genossenschaft Dettener Dorfladen gut für den Wiederaufbau und die Neueröffnung des Ladens gebrauchen. Da der Dorfladen künftig kein Standort mehr für Bankdienstleistungen ist (wir berichteten), lindert die finanzielle Hilfe die Folgen, die sich aus den fehlenden Pachteinnahmen für die Foyer-Fläche ergeben werden.

Ein neuer Geldautomat werde angesichts der klaren und ausdrücklichen Empfehlung der Polizei aus Sicherheitsgründen nicht mehr aufgebaut, betonten die beiden Geldinstitute am Mittwoch. Nach dieser Empfehlungen sollen Geldautomaten nicht in Gebäuden mit Wohnnutzung betrieben werden. Sowohl Volksbankvorstand Martin Her­ding als auch Sparkassen-Pressesprecher Robert Klein betonen, dass man den Sicherheitsaspekt nicht ignorieren dürfe und Verantwortung trage. Beide Geldinstitute sind dankbar, dass die Vertreter der Dorfladen-Genossenschaft Verständnis für diese Position zeigen. Martin Herding ergänzt: „Wir stehen auch weiterhin an der Seite des Dettener Dorfladens.“

Kein Geldautomat mehr

In den Fokus rücken nun die Kundinnen und Kunden der beiden Geldhäuser, die vor Ort keine Möglichkeit der Bargeldversorgung mehr haben. Sparkasse und Volksbank betonen, dass sich die Kunden in allen Geldangelegenheiten an die persönlichen Beraterinnen oder Berater wenden können. „Wir kümmern uns um sie“, so das Versprechen der beiden Geldinstitute.

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