Rupert-Neudeck-Gymnasium

40 Jahre Leben retten

Nottuln

Seit 40 Jahren gibt es die Hilfsorganisation Cap Anamur. Am Festakt in Köln nahm eine Delegation des Nottulner Rupert-Neudeck-Gymnasiums teil. Schülerinnen gestalteten das musikalische Programm mit.

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Schülerinnen des Rupert-Neudeck-Gymnasiums nahmen nicht nur als Gäste an den Cap Anamur-Feierlichkeiten teil. Begleitet wurden sie unter anderem von Andrea Quadt-Hallmann (l., ehem. Schulpflegschaftsvorsitzende), Christine Kuthe (r., Leiterin des UNESCO-Arbeitskreises am Gymnasium), Jutta Glanemann (2.v.r., stell. Schulleiterin) und Renate Mannwald (3.v.r., stellv. Schulpflegschaftsvorsitzende). Foto: Rupert-Neudeck-Gymnasium

Mit einem Festakt ist in Köln das 40-jährige Bestehen der Hilfsorganisation Cap Anamur gewürdigt worden. Mit dabei waren Schüler, Eltern und Lehrer des Nottulner Rupert-Neudeck-Gymnasiums. Sie waren von Cap Anamur und Christel Neudeck, zu denen ein enger Kontakt besteht, zu dieser Feier eingeladen worden. Eine Gruppe von Schülerinnen der Jahrgangsstufe Q1 gestaltete unter der Leitung von Lehrer Bernd Nestler die musikalischen Beiträge dieser bewegenden Feier.

„Cap Anamur wurde 1979 von dem Journalisten Rupert Neudeck und seiner Frau Christel sowie dem Schriftsteller Heinrich Böll gegründet. Die Organisation rettete damals 11 300 vietnamesische Flüchtlinge vor dem Ertrinken und brachte sie nach Deutschland“, erinnert das Gymnasium in einer Mitteilung. „Leider ist die Arbeit, die Cap Anamur dt. Notärzte e.V. bis heute leistet, wichtiger und notwendiger denn je!“, sagte der Vorsitzende von Cap Anamur, Kinderarzt Dr. Werner Strahl. Es folgten Reden unter anderem von Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker und Günter Wallraff, die eindringlich davor warnten, die heutigen Seenotretter im Mittelmeer zu kriminalisieren. „Wem das Ertrinken droht, der muss gerettet werden!“ Diese Maxime, die schon für Cap Anamur 1979 galt, müsse auch heute gelten.

In einem Grußwort von Kanzlerin Merkel, das auf der Feier verlesen wurde, ist von einer wirklich beeindruckenden Leistung die Rede. NRW-Ministerpräsident Armin Laschet sagte, was damals im Südchinesischen Meer möglich gewesen sei, müsse doch wohl „vor unserer Haustür im Mittelmeer ebenfalls möglich sein“.

Unter der Leitung von Lehrer Bernd Nestler trugen die Nottulner Schülerinnen zum musikalischen Programm bei. Foto: Rupert-Neudeck-Gymnasium

Die Gruppe vom Rupert-Neudeck-Gymnasium zeigte sich tief beeindruckt von den Verdiensten von Cap Anamur. Schulleiter Holger Siegler und seine Stellvertreterin Jutta Glanemann waren sich einig: „Der Name Rupert Neudeck und der damit verbundene unbedingte Wille, Menschen kompromisslos helfen zu wollen, bleibt für unsere Schule der rote Faden unseres Handelns und ist uns zugleich Vorbild!“

Im Anschluss an die Feier ergab sich für die Nottulner ein Treffen mit Christel und auch Tochter Yvonne Neudeck, die die Hilfsorganisation Grünhelme e.V. mitleitet. Es wurden Verabredungen für die weitere Zusammenarbeit getroffen. Aktuell unterstützt das RNG eine Schule in Nepal (Cap Anamur) und den Neubau einer Schule in Sierra Leone (Grünhelme). Regelmäßig sind Vertreter beider Organisationen am RNG, um die Schülerschaft über den Stand der Maßnahmen zu informieren.

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