1. www.wn.de
  2. >
  3. Münsterland
  4. >
  5. Nottuln
  6. >
  7. 86 Friedenssteine für die Ukraine

  8. >

Kolpingsfamilie gestaltet Freitagsgedenken

86 Friedenssteine für die Ukraine

Nottuln

Immer freitags um 18.30 Uhr treffen sich die Menschen am Stiftsplatzbrunnen in Nottuln zum Friedensgedenken. Diesmal hatte die Kolpingsfamilie das Gedenken vorbereitet.

Von Marita Strothe

Trotz eines drohenden Unwetters waren rund 80 Bürgerinnen und Bürger zum Friedensgedenken gekommen. Die Kolpingsfamilie Nottuln hatte diesmal die Vorbereitung übernommen.Die Kolpingsfamilie verteilte am Freitagabend an die Teilnehmer des Gedenkens Friedenssteine. Foto: Marita Strothe

„Seit nunmehr 86 Tagen herrscht Krieg in der Ukraine“, erinnerten am Freitagabend Mitglieder der Kolpingsfamilie Nottuln zu Beginn des wöchentlichen Friedensgedenkens am Stiftsplatz. Trotz eines drohenden Unwetters versammelten sich an diesem Abend rund 80 Besucherinnen und Besucher rund um den Brunnen. Die Kolpingsfamilie hatte Mut-Mach-Texte, die für die ukrainischen Gäste übersetzt wurden, und 86 Steine mitgebracht.

Mechthild Schiewerling las für alle das afrikanische Märchen „Die Palme mit der schweren Last“. Da erfuhren die Zuhörenden, dass der böswillig in die Krone der Palme gehobene Stein diese nicht, wie geplant, am Wachsen hindern konnte, sondern der Baum stattdessen Kräfte mobilisierte und zur kräftigsten Palme der ganzen Oase wurde.

Die Kolpingsfamilie hatte Mut-Mach-Texte, die für die ukrainischen Gäste übersetzt wurden, und 86 Friedenssteine mitgebracht. Foto: Marita Strothe

„In der Geschichte ist der Stein ein Symbol für Aggression“, verdeutlichte die Kolpingsfamilie, dass mit Steinen aber auch Brücken gebaut werden können. „Heute haben wir 86 Steine mitgebracht“, so die Organisatoren. Einige davon waren bereits als Friedenssteine gestaltet. Begleitet vom gemeinsam gesungenen „Wir wünschen Frieden“ wurden diese auf die um den Brunnen gemalten Symbole des Friedens abgelegt. Die übrigen Steine wurden an die Besucherinnen und Besucher verteilt, damit diese die Steine zu Hause bemalen und danach ebenfalls auf den Friedenssymbolen platzieren können.

Mit der von Till auf der Gitarre gespielten ukrainischen Nationalhymne ging das Friedensgedenken zu Ende.

Startseite
ANZEIGE