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SPD fordert Gespräche „Pro Rad“

„Alle Beteiligten müssen dazu an einen Tisch“

Nottuln

Das Thema „Förderung des Fahrradverkehrs“ bleibt auf der Tagesordnung. Die Nottulner SPD fordert einen breiten Dialog „Pro Rad“.

wn

Als gutes Beispiel für Ortskerne mit Vorrang für Fußgänger und Radfahrer nennt die SPD Emsdetten. Foto: SPD-Nottuln

Nach den jüngsten Erfahrungen mit dem SPD-Antrag auf Schaffung von Fahrradabstellplätzen im Ortskern und den heftigen Reaktionen durch Leserbriefe sieht die SPD nur einen Weg, um im Thema Radverkehr grundsätzlich weiterzukommen, schreibt der Ortsverein in einer Pressemitteilung.

„Alle Beteiligten müssen an einen Tisch und in einem breiten Dialog nach einer gemeinsamen Lösung suchen, die auch den Bedürfnissen von Radfahrern und Radtouristen im Ortskern gerecht wird“, betont Volker Ludwig, Vorsitzender der SPD-Ratsfraktion.

Die Aussagen der politischen Parteien zur Förderung des Radverkehrs müssen in konkrete Projekte umgesetzt werden. „Bereits in den 1990er-Jahren hat es einen entsprechenden Antrag der SPD zur Verkehrsberuhigung im Ortskern gegeben“, weiß Wolfgang Danziger zu berichten. „Es kann doch nicht sein, dass an Markttagen der Kirchplatz für Autos geöffnet wird, während es für Radfahrer und Radtouristen kein vernünftiges Angebot an Fahrradabstellplätzen auf dem Stiftsplatz, rund um der Kirche oder auch an der Alten Amtmannei gibt“, heißt es weiter.

Vor seiner Wahl hatte der amtierende Bürgermeister Dr. Dietmar Thönnes in seinen Briefen an Persönlichkeiten unter anderem an den Herrn Landingenieur und Generalmajor Johann Conrad Schlaun Folgendes geschrieben: „Was hätten Sie wohl mit den vielen Autos im Stiftsbezirk gemacht? Ich jedenfalls stelle mir den inneren Stiftsbezirk als Vorrangzone für Fußgänger und Radfahrer vor.“ Die SPD ist derselben Meinung. Und im Münsterland gebe es gute Beispiele für diese Lösung, beispielsweise in Emsdetten, aber auch in Coesfeld, Senden und Billerbeck.

In Vorbereitung auf die Erstellung des vom Rat beschlossenen Nahverkehrskonzeptes wird die SPD sich nun an den Bürgermeister wenden. Er soll dafür sorgen, dass in einem von der Verwaltung initiierten Prozess, im Dialog mit allen Beteiligten – wie Gewerbetreibenden, Vertretern der Kirchengemeinde St. Martin, dem ADFC als Vertreter der Radfahrer sowie Vertretern der im Rat vertretenen Parteien – eine Lösung gefunden wird, die auch den Fußgängern, den Radfahrern und dem Radtourismus gerecht wird, heißt es abschließend.

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