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Heimatverein lädt zum „Abend der Begegnung“ ein

Als Jugendlicher bei Ausgrabungen dabei

Nottuln

Der Martinimarkt 2021 ist zwar abgesagt, aber der „Abend der Begegnung“ am 5. November findet dennoch statt. Und der Heimatverein Nottuln hat dafür einen interessanten Referenten gewinnen können.

Dr. Mathias Austermann hat im Mai die LWL-Broschüre zu den Ergebnissen der Ausgrabungen der 1970er-Jahre in Nottuln vorgestellt. Foto: Ludger Warnke

Der „Eröffnungsabend“ des Heimatvereins am Freitag vor dem Martinimarkt diente in der Vergangenheit immer der Begegnung, dem Austausch und der Pflege von Kontakten. Leider fällt auch in diesem Jahr der Martinimarkt aus. Der Heimatverein hat auf seiner jüngsten Mitgliederversammlung aber einstimmig beschlossen, den „Abend der Begegnung“ in diesem Jahr dennoch stattfinden zu lassen. Die derzeitigen Corona-Regelungen bieten die Möglichkeit, einen solchen Begegnungsabend im Saal Denter mit den gebotenen Vorsichtsmaßnahmen als 2G-Veranstaltung durchzuführen.

Beginnen soll der Abend um 19 Uhr, Einlass ist ab 18.30 Uhr. Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden des Heimatvereins, Johannes Moormann, und einem Grußwort von Bürgermeister Dr. Dietmar Thönnes steht ein besonderer Vortrag im Mittelpunkt.

Blick auf die Nottulner Geschichte

Mit Blick auf das 400-Jahr-Jubiläum des Martinimarkts im nächsten Jahr soll schon jetzt ein Thema zur Geschichte Nottulns ins Licht gerückt werden: Dem Heimatverein ist es gelungen, den in Nottuln geborenen und aufgewachsenen Archäologen Dr. Mathias Austermann als Gastredner zu gewinnen. Austermann hat die im Mai erschienene Broschüre über die Ergebnisse der Ausgrabungen in den 70er-Jahren verantwortlich koordiniert und gestaltet. Diese Broschüre ist nicht nur in Nottuln viel beachtet worden, sondern auch andernorts bereits nach kurzer Zeit vergriffen gewesen, teilt der Heimatverein mit.

Dr. Austermann hat als Jugendlicher bei den Ausgrabungen im Bereich der Kettelerstraße geholfen und durfte diese Ausgrabungen im vergangenen Jahr im Auftrag des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe wissenschaftlich auswerten. Auch bei den Ausgrabungen in der Pfarrkirche St. Martinus hat er als Jugendlicher mitgeholfen. Er ist mit der Geschichte Nottulns also bestens vertraut, schreibt der Heimatverein.

Nottuln im Mittelalter

In seinem Vortrag erläutert Austermann die aktuellen Erkenntnisse zum Thema „Nottuln im Mittelalter: von einer Sachsensiedlung zum Stiftsdorf“ und geht den Fragen nach: Wie mag die kleine sächsische Siedlung am Nonnenbach um 800 wohl ausgesehen haben? Und wie wurde sie durch die Gründung einer Kirche und später eines Klosters verändert? Diese Umwälzungen vor 1200 Jahren haben Nottuln entscheidend geprägt und sind bis heute in der Grundstruktur des Ortskerns sichtbar.

Musik vom Hoene-Duo

Musikalisch gestaltet wird der Abend vom Hoene-Duo, den weit bekannten Gitarren-Virtuosen aus Nottuln.

Nach dem Vortrag wird ein traditionell westfälisches Essen serviert, anschließend kann man noch zusammensitzen, um den Abend bei angeregten Gesprächen ausklingen zu lassen.

Eingeladen sind alle interessierten Bürgerinnen und Bürger (genesen/geimpft). Der Kostenbeitrag für den Abend inklusive Essen und Begrüßungssekt beträgt 25 Euro pro Person.

Der Heimatverein bittet um Anmeldung durch Überweisung des Kostenbeitrags auf eines der Konten DE30 4015 4530 0082 0011 81 oder DE12 4016 4352 0001 0305 00 unter Angabe der teilnehmenden Personen. Aus organisatorischen Gründen sollte dies bis zum 30. Oktober geschehen.

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