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Pfarrgemeinde St. Martin

Ameland-Lager wird nach Nottuln verlegt

Nottuln

Die Corona-Pandemie sorgt für viele Unklarheiten und Risiken. Das Leitungsteam der Ameland-Ferienfreizeit der Kirchengemeinde St. Martin hat reagiert und plant nun etwas Neues für den Sommer.

wn

Viele Nottulner Kinder kennen ihn: Am Rand von Hollum steht der 55 Meter hohe Leuchtturm von Ameland. Foto: Andreas Heimann/dpa

Die Nottulner Ferienfreizeit auf Ameland kann auch in diesem Jahr nicht stattfinden. Das teilt Lagerleiter Jann Schnier den Kindern und Eltern jetzt in einem Brief mit.

Schnier nennt drei Dinge, die ausschlaggebend für die Absage sind: Da die Reise in die Niederlande führt, ist man von stetig wechselnden Reisebestimmungen abhängig (zurzeit gilt die Niederlande als Hochinzidenzgebiet), und es gebe viele Unklarheiten und Risiken.

Grund zwei: Circa zwei Monate vor Lagerstart müsste das Team jetzt dringend mit den erforderlichen und nicht unerheblichen Ausgaben für Nahrungsmittel, Hygieneartikel, Medikamente und Programmmaterialien beginnen. Wegen der unsicheren Infektionslage könne man jedoch nicht mit sicheren Einnahmen rechnen.

Als letztes und entscheidendes Argument nennt Schnier die Tatsache, dass mit den Nottulnern zahlreiche andere Gruppen ihre Sommerlager auf Ameland verbringen. Um die medizinische Infrastruktur der kleinen Insel nicht zu überlasten, stellt der Malteser Hilfsdienst (MHD) jedes Jahr ein Team ab, das als erster Ansprechpartner für die Ferienlager fungiert. Der MHD bietet in diesem Jahr keine medizinische Betreuung auf der Insel an, da er diese unter dem aktuellen Infektionsgeschehen nicht gewährleisten kann, berichtet Jann Schnier. Man könne diese Entscheidung vollkommen nachvollziehen, sie bedeute aber, „dass auch wir für die Kinder und für unser Team keine ausreichende medizinische Versorgung sicherstellen können. Dieses Risiko wollen und werden wir als Team und auch die Pfarrgemeinde St. Martin als unser Träger nicht eingehen.“

Das Team steckt aber den Kopf nicht in den Sand und wird „ein bisschen Ameland“ nach Nottuln holen. Sollte sich die Lage in den nächsten zwei Monaten ausreichend bessern, werde man in der ersten Woche der Sommerferien eine Ferienfreizeit vor Ort anbieten. Vom 5. bis zum 9. Juli wird in geschlechtergetrennten festen Bezugsgruppen von je zehn bis zwölf Kindern und zwei Betreuern Nottuln und Umgebung unsicher gemacht. Montags bis donnerstags soll es ein Programm von 8.30 bis 16 Uhr geben, am Freitag von 8.30 bis 13.30 Uhr. Jeweils gegen 12 Uhr ist eine Mittagspause in der jeweiligen Gruppe mit von zu Hause mitgebrachten Speisen und Getränken geplant.

Die gültigen Schutzbestimmungen werden eingehalten. Geplant sei etwa, dass jedes Kind und jedes Teammitglied täglich eine frische FFP2-Maske zur Verfügung gestellt bekommt und für regelmäßige Schnelltests gesorgt wird.

Die Teilnahmegebühr beträgt 50 Euro pro Kind. Anmelden kann sich in einem ersten Schritt jedes Kind, das für die Ferienfreizeit auf Ameland 2021 entweder eine Zusage erhalten hat oder auf der Warteliste steht. Auch wer eine Zusage hatte, aber abgesprungen ist, kann sich anmelden.

Wer nicht an der Ferienfreizeit in Nottuln interessiert ist, schickt eine Mail an ameland.nottuln@bistum-muenster.de und nennt das Konto, auf das die bereits getätigte Anzahlung für die Ferienfreizeit auf Ameland erstattet werden soll.

Alle anderen können diese Anzahlung als Teilnahmebeitrag für die Freizeit in Nottuln verwenden. Hierfür sollte das entsprechende Kästchen auf dem beigefügten Anmeldeformular angekreuzt werden. Dieses ist bis zum 10. Mai, 18 Uhr, vollständig ausgefüllt und unterschrieben in den Postkasten des Pfarrbüros einzuwerfen – „dann seid ihr auch schon sicher dabei.“

Wenn die Rückmeldungen da sind, wird geprüft, ob noch weitere Kinder an der Ferienfreizeit in Nottuln teilnehmen können.

Weitere Infos folgen am noch zu terminierenden Elternabend und Kindernachmittag. Fragen vorab können per Mail an ameland.nottuln@bistum-muenster.de gerichtet werden.

Während das Ameland-Lager abgesagt werden muss, hoffen die Leitungen und Teams des Ferienlagers Schapdetten, des Panama-Lagers Appelhülsen, des Zeltlagers der Pfadfinder und der Messdienerlager aus Darup und Nottuln (verschoben auf den Herbst) noch, ihre Angebote durchführen zu können, teilt die Pfarrgemeinde St. Martin mit. Das Seelsorgeteam bedauert die Situation sehr und bedankt sich ausdrücklich bei den Lagerleitungen und Betreuungspersonen, „die sich auch unter diesen komplizierten Rahmenbedingungen bemühen, tolle Angebote für die Kinder und Jugendlichen unserer Pfarrei anzubieten.“

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