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Ausschuss berät über Grundschule Darup

Arbeitsgruppe hat einen Favoriten

Darup

Der Ausschuss Planen und Bauen bekommt nicht nur eine Empfehlung für den Teilneubau der Sebastianschule zur Abstimmung vorlegt. Außerdem hat die Verwaltung eine Idee, wie es schneller gehen könnte.

Frank Vogel

Ein Großbrand vernichtete im Mai 2020 Teile der Daruper Sebastianschule. Jetzt gibt es Entwürfe für den Teilneubau. Foto: Christine Tibroni

Die Kinder, das Lehrerteam und die Eltern der Daruper Sebastianschule dürfen langsam beginnen, sich auf ihre „neue“ Schule zu freuen. Für den nach dem Brand notwendig gewordenen Teilneubau der Schule hat eine Arbeitsgruppe, die aus Vertretern der Politik, der Schule, der Verwaltung, der Elternschaft und des Fördervereins zusammengesetzt ist, ihre Empfehlung formuliert. Der Ausschuss Planen und Bauen wird über diese beraten und soll dann einen Beschluss fassen, den der Rat in seiner nächsten Sitzung bestätigen muss. Der Ausschuss tagt am 20. April (Dienstag) im Bürgerzen­trum Schulze Frenking in Appelhülsen. Der öffentliche Teil beginnt um 19 Uhr.

In der Beschlussvorlage für die Sitzung beschreibt die Verwaltung, wie die Arbeitsgruppe zu ihrer Empfehlung gekommen ist. Nach einer ersten Sitzung der AG im Oktober waren die Planungsleistungen ausgeschrieben und vergeben worden. Das beauftragte Ingenieurbüro Dohrmann mit Sitz in Essen hat unmittelbar nach Vertragsabschluss die Arbeit aufgenommen. Drei Varianten legte das Büro der Arbeitgruppe vor. Allen ist gemeinsam, dass der Neubau „im verträglichen Maße“ größer wird als der zerstörte Gebäudeteil, wie die Verwaltung schreibt.

Städtebaulich und architektonisch überzeugend

Variante 2 überzeugte die Arbeitsgruppe von Anfang an aufgrund ihrer städtebaulichen und architektonischen Qualität, des „kindgerechten Verständnisses von Schule als Ort nicht nur des Lernens“ und wegen der Verbindung von Qualität und Funktionalität. Die Variante ist charakterisiert durch das Satteldach und einen sogenannten Luftraum, der vom Erdgeschoss bis zur Decke des ersten Obergeschosses reicht. Für die Kommunikation zwischen den beiden Geschossen sowie dem Schulhof, auf den man durch eine große, bodentiefe Fensterfront herausschaut, sei diese Konstruktion sehr geeignet, hieß es aus der Arbeitsgruppe.

Auf Basis dieser Variante entwickelte das Büro noch zwei Alternativen. Die eine war schmaler und bot weniger Platz im Flurbereich, der als Pausenhalle, Warte-, Arbeits- und Kommunikationsbereich wichtig ist. Die zweite Alternativvariante verzichtete auf den Luftraum. Damit wuchs zwar das Platzangebot, das aber brauche man zurzeit und wohl auch perspektivisch nicht, hieß es in der Arbeitsgruppe mehrheitlich.

Besonderer Wert wird bei der Baumaßnahme – unabhängig von der Variante – auf das Energiekonzept gelegt. Berücksichtigt werden zahlreiche Aspekte von der Be- und Entlüftung samt Wärmerückgewinnung über die Regenwassernutzung und die Lichtsteuerung bis hin zur Heizung und zur Fotovoltaikanlage samt Batteriespeicherung.

Umfangreiches Energiekonzept

Genauere Informationen zu allen Varianten gibt das Planungsbüro in der Ausschusssitzung. Auch zu den Kosten wird das Büro dann Stellung nehmen. Zwar gibt die Verwaltung in einer ersten Schätzung Kosten von rund 2,4 Millionen Euro an. Dabei sind aber etliche Einzelposten offen (zum Beispiel Inventar und zusätzlich erforderliche Maßnahmen am Altbau, aber auch mögliche Fördermittel).

Um den Prozess zu beschleunigen, schlägt die Verwaltung angesichts der weit fortgeschrittenen Planung vor, nach einer Entscheidung im Ausschuss die Unterlagen nicht – wie zunächst vorgesehen – noch einmal im Ausschuss vorzulegen, sondern sofort zur Genehmigung einzureichen und den Beschluss so zu fassen, dass nach Erteilung der Genehmigung direkt ausgeschrieben werden kann.

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